Es ist Montag; nicht irgendein Montag, sondern Montag 1 nach der für alle überraschenden Erkenntnis, dass jemand, der sich in ein Netzwerk hackt, auch beim Rechner der Kanzlerin nicht sagt: “Oh, das ist der Rechner der Kanzlerin, da geh’ ich mal nicht drauf.” Dafür, allerdings, wollen sie EDV-Sicherheit zur Pflicht machen, jedenfalls für Unternehmen, beim Bundestag ist es ja bereits zu spät.
Was die Bundesregierung unter Datensicherheit versteht, ist indes wohlbekannt, das De-Mail-Debakel ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit der Telekom, die ihrerseits gern mal Nutzerdaten rausträgt, noch nicht verjährt. Verschlüsselung, die die Arbeit der Geheimdienste erschwert, sollte zur Wahrung des bisher erzeugten Bildes in den Hackerparagraphen aufgenommen werden, wo auch nmap u.dgl. drinstehen. Sicherheit ist nichts, was man selbst prüfen dürfte. Und man will ja auch nur Sicherheit gegen den Iwan, die Chinesen oder wer auch immer derzeit für das Eindringen in den Bundestag verantwortlich gemacht werden soll, nicht gegen unsere amerikanischen Freunde, ansonsten würde — man hört Parlamentarier erschreckt einatmen — der Markt auch weiterhin ohne TTIP fluktuieren müssen. Eine schier unerträgliche Vorstellung.
Früher war vieles besser. Auch die Musik.
Guten Morgen.

