Unter den fragwürdigen Nachrichten der ablaufenden Woche ist der sexuelle Fetisch eines Christian Ulmen die vermutlich langweiligste; und die Frage bleibt, ob eine Klarnamenpflicht in Deutschland wirklich auch nur ein Iota dazu beitragen kann, dass ein spanischer Rechtsfall den richtigen ([citation needed]) Ausgang bekommt, wo doch Menschen unter Klarnamen (meinten Sie: Realnamen?) allwöchentlich unter dem Schutz derselben Menschen, die jetzt finden, dass die Gesetze, die seit Jahrzehnten gelten, dringend mal eingeführt werden sollten, weit übleren Scheißdreck anstellen als bloß irgendwelche Pixel zu ändern, weil selbstverständlich das Anfertigen von Pixeln weit übergriffiger ist als das Vergewaltigen und/oder Messern von real existierenden Personen, sobald Letztere nicht gerade ein Album, eine Moderation, ein Buch und/oder eine Partei zu verkaufen versuchen.
Senfecke:
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Virtuelle Taten sind nicht harmlos, nur weil sie aus Pixeln bestehen. Sie wirken in die Wirklichkeit hinein – und dort treffen sie Menschen aus Fleisch und Blut. So beliebig sind die Reaktionen nicht. Dass Verfahren nicht oder nicht zeitnah durchgeführt werden, hat andere Gründe als Ignoranz.
Richtig! Und weil der Dame weder beim Nacktshooting für FHM noch in Bikinirollen nichts passierte, ist es doppeltplusböse, sie nicht real erfahren zu lassen, was 111 Berliner Mädchen in Gangrapes wiederfuhr, ohne daß ein Täter je in die ARD mußte, oder ins Gefängnis.
Pixel für Habermas!
Mich würde interessieren wie man auf die Idee kommt, das eine Ehrverletzung — um die es maximal geht — vergleichbar mit einer Vergewaltigung wäre?
ob der Mensch dem diese ehrverletzng aus “Fleisch und Blut” ist, halte ich für das Mindestmaß um überhaupt darüber zu reden, aber ich tue mich schwer damit die Ehre eines Menschen so absolut als ein Maß für Gesetze die alle Menschen einschränken zu benutzen. Zumal diese Maßlosigkeit des Ehrbegriffs aus Kulturen kommt, mit denen ich nichts anfangen kann.
Was ist denn in dem konkreten Fall schlimmes passiert? Ihr Mann hat unter ihrem Synonym mit anderen Männern geflirtet, ja und?
Darüber regt ihr euch auf? Ich verstehe das nicht, dass ist zu 100% deren private Probleme. Die einzigen die betrogen wurden, sind die denen Ulmen etwas vorgaukelte. Welchen Schaden hatte sie?
Mein erster Impuls war, Ihnen etwas über psychische Belastungen bei Identitätsdiebstahl zu erklären. Dann aber dachte ich mir: Warum soll ich mir die Mühe machen? Wenn Sie von vornherein abstreiten, dass Collien Fernandes ein Schaden von der Sache hätte, sind Hopfen und Malz verloren. Vielleicht führen Sie sich mal die Berichterstattung über den Fall zu Gemüte. Wenn Sie’s dann immer noch nicht verstanden haben, sollten Sie es mal mit etwas versuchen, das man “Empathie” nennt. Vielleicht fällt der Groschen dann. Wenn nicht… tja, dann tun mir die Menschen in Ihrem Umfeld leid.
Ihr Aufmacherbildchen hat mir soeben, mit Verlaub, Angst gemacht, lieber Herr Schulte. Sie haben Recht, Pixel sind durchaus nicht immer harmlos, sie können sich zu Bildern des Grauens gruppieren, welche dann, und seien sie auch noch so winzig, in die (bis dato noch nicht komplett zu verpixelnde) Wirklichkeit hineinwirken, wo sie dann möglicherweise Menschen aus Fleisch und Blut treffen. (Oder Veganer*innen, von denen ich allerdings nicht weiß, woraus genau sie eigentlich gemacht sind.)
Von einer Anzeige werde ich jedoch absehen, da ich nicht von einer kriminellen Absicht Ihrerseits ausgehe und mir zudem die derzeitige Gesetzeslage noch nicht ganz klar ist.
PS.
Bitte um Nachsicht für meine Albernheit, grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Wenn sich z.B. irgendein pornophiler Prälat per KI das heimlich fotografierte Köpfchen seines Lieblingsministranten auf einen aus dem Netz gefischten Knabenkörper bastelte, dann hielte ich das nicht nur für ausgesprochen ekelhaft, sondern auch für justiziabel.
Klarnamenspflicht wird eindeutig deshalb gefordert, weil man auf noch mehr Überwachung und ein noch unfreieres Internet giert und nicht deshalb, weil es im Fall Fernandes hätte helfen können. Unabhängig von der Unschuldsvermutung muss man nämlich zu ungunsten Ulmens festhalten, dass er bei einer existierenden Klarnamenspflicht trotzdem als Ehegatte über Jahre recht einfachen Zugriff auf den Perso seines Opfers gehabt hätte.
Von daher sind sowohl Horst als auch der Verfasser des folgenden Artikels von mäßigem Verstande weil sie das Grundproblem nicht erkennen:
https://rantnotizen.wordpress.com/2026/03/22/kurze-angemerkt-what-is-whataboutism
Es gibt m.E. schon einen Unterschied zwischen z.B. einem Video (auf Internetmedien verbreitet), in dem mir jemand auf die Fresse haut und dem selben Vorfall in live auf der Strasse. Für einen virtuell ausgeschlagenen Zahn benötigt man doch seltener einen Kieferorthopäden. Und ich bezweifel auch, dass die Schmerzen in beiden Fällen equivalent sind.
Nicht genügend Ermittlungseifer: Mir wurde mal vor vielen Jahren von einem Foren-Admin “meine Identität” gestohlen, indem er meine Mailadresse gefaket hat (die er als Admin kannte) und dann den Forenbetreiber “als ich” gebeten hat, er solle meine Hohn- und Spott-Attacken gegen seine Willkürsperrungen löschen, weil “ich” sie jetzt nicht mehr fühlen würde… Die Polizei in seinem Mini-Örtchen in Nordrhein-Westfalen hat ihn umgehend vorgeladen und mir dann mitgeteilt, dass der Delinquent so hochnotpeinlich erschüttert vor ihnen gesessen wäre, geschwitzt und gestottert hätte, dass das schon Strafe genug wäre und deshalb jetzt das Verfahren eingestellt würde: Das hat mich kolossal befriedigt, mehr muss es ja auch nicht sein. Keinerlei gesetzliche Lücke erkennbar, sondern genau das, was man in einem solchen Fall erwartet: “Schäm’ DIch!”. Josi
Also ich bin froh über den Fall Ulmen, denn jetzt hat unsere Empörungsschickeria wieder was zu tun. Demos organisieren, in Talkshows herumlungern, dem dummen Pöbel in den asozialen Netzwerken die woke Welt erklären und so weiter. Jetzt stellen wir uns mal vor, wenn nicht dauernd solche Vorkomnisse die Republik in ihren Grundfesten erschüttern würden. Was wäre dann? Dann müsste Frau Neubauer vielleicht einer produktiven Arbeit nachgehen. Der Herr möge das verhüten! Andererseits: wäre doch der Fall Ulmen eher gekommen, wären die armen Pinguine in der Antarktis um den Besuch der guten Frau herumgekommen und könnten sich jetzt die Therapiesitzungen sparen.
Mir jedenfalls macht es schon einigen Spaß, das hysterische Aufplustern sämtlicher Moralwächter von Flensburg bis nach Oberammergau zu beobachten.
Außerdem distanziere ich mich von meinem Kommentar und meiner misogynen Denkweise und schäme mich ob meines bei der Geburt zugewiesenen Geschlechtes nun in Grund und Boden.