Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Zu den ungefähr dreieinhalb Sprachen, die ich nicht verstehe, gehört außer der französischen auch die georgische – anders als erstgenannte klingt letztere aber schön, was ich weiß, seit ich vorhin erstmals „Georgia“ von The Light Below (Amazon.de, TIDAL) gehört habe. Die Vokalisten auf „Georgia“ sind der georgische Frauenchor Akhla, der hier wohl, glaubt man dem Internet, vor allem traditionelle Volksgesänge vorträgt. The Light Below, ihr ahnt es sicher bereits, kommen aus Deutschland.
Der Instrumentalteil von „Georgia“, zu dem später selbiger Chor hinzugemischt wurde, habe, erfährt man weiterhin, unter dem wachsamen Auge von Steve Albini seine Form gefunden, was nicht nur ein Qualitäts‑, sondern auch ein Stilmerkmal ist. Folgerichtig spielen die fünf Instrumentalisten hier einen recht metallischen Postrock, der auch und gerade Cineasten gefallen könnte, ist doch Gitarrist Patrick Christensen ein längst etablierter Filmkomponist. Dieser Text klingt bis hierhin nach Haggard in besser, aber Haggard waren nie auf diese Art verspielt.
Die folkloristischen Anwandlungen (so muss ich etwa in „Bicho“ etwas zu lange über osteuropäischen Greisentanz nachdenken) ziehen meinen Gesamteindruck etwas runter, ich bin für Weltmusik wahrscheinlich in der falschen Zielgruppe (bin ich überhaupt in einer Zielgruppe?); diese sind allerdings erfreulich kurz und genügen mir dazu, die Eingebung zu haben, dass das Album nicht nur mir gefallen könnte. Hiermit insofern weitererzählt.



Danke für den Tipp, erinnert mich beim ersten hören an Rose Kempf und Anna von Hausswolff.
Auf jeden Fall Hörenswert.
Rose Kemp(f) musste ich erst mal nachgucken.
Ist schon etwas älter
https://m.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_kyJ8XkeQpKXM98keNN__UidRPjPEJ8hXA&playnext=1&index=1