Deutschland sei ohne Autos eine „Dame ohne Unterleib“, söderte es wie einst bei Kurt Beck (SPD, beides bei Bedarf bitte nachschlagen) aus des bayrischen Ministerpräsidenten Oberleib heraus. Verstehe ich nicht: Ein prestigeträchtiges Kuriosum, frei von Ausblutung und Beschwerden auch?
Was man sonst in seinem Unterleib aufbewahrt, passt andererseits auch ganz gut zur Metapher. Darauf ’ne Wurst.

… Kurt Beck, der „Landesvater“ mit einer Vision für den Nürburgring — die dann leider 330 Millionen an Landesmitteln versenkte. Kurti danach abgetaucht, sein Kämmerer danach im Knast.
Der Begriff „Dame ohne Unterleib“ wurde von jener darstellend/aufführend tätigen Kunstsparte eingeführt, die einem heute noch in entlegenen Gegenden unter dem Namen Zirkus – gern auch Circus oder Cirkus, nie jedoch Kircus – zuweilen begegnen kann. Dies geschah in einer Zeit, als das Vertreiben der Langeweile ausschließlich von Hand erfolgte und vom Vorhandensein abenteuerlicher Charakterzüge wie Phantasie und Sportsgeist abhängig war. Es war üblich, Eintrittszahlung zu fordern und es war üblich, dieser Forderung ohne Murren oder Kritteln nachzukommen.
Waaarum?
Nun, ganz einfach. Im hier angesprochenen Fall konnte man offenen Maules zuschauen, wie auf der Bühne ein appetitlich angezogene Dame mittels Säge in Ober- und Unterteil getrennt wurde, um anschließend als singulärer Oberkörper herumzulaufen – eben jene „Dame ohne Unterleib“. Daraus wurde eine konnotationsfähige Wendung – auf die der Söder zurückgreift, ohne daran zu denken, dass er sie wirklich allen Anwesenden erst erklären muss.
Mit Kircus wär das nicht passiert …
Freuen wir uns also schon mal auf einen Söder ohne Kopf, bzw. mit zugeklebten Mund. Man wird ja noch mal träumen dürfen.