Es ist Montag. Dabei bin ich doch gerade erst mit dem Freitag fertig!
Den Internetnachrichten entnehme ich, dass das scheintote Mozilla den „Dienst“ Pocket einzustellen beabsichtigt. Pocket war, als es noch „Read It Later“ hieß, mein Einstieg in die Welt der webbasierten Lesezeichenverwaltungen. Persönlich nutzte und nutze ich diese Dienste stets als eine Art „Todoliste“, keinesfalls als Ersatz für die Browserlesezeichen. Mittlerweile habe ich ja selbst eine rausgebracht. Zeitenwende, irgendwie. (Korrekte Einschätzung zur anderen Zeitenwende aus Freiburg: „Wenn Opa mehr Soldaten will, soll Opa an die Front.“)
Apropos Internet: Bei „Telepolis“, einem „Angebot“ von „heise online“, erläutert Harald Neuber erfreulich akribisch, wieso „heise online“ hinsichtlich seiner „Angebote“ keinerlei Vertrauen mehr verdient hat. Sind Metaforscher unter meinen Lesern und können mir erläutern, wie meta es jetzt eigentlich ist, dass ich einerseits Telepolis für das Gegenteil von empfehlenswert halte und andererseits mittels solcher Erzählungen überhaupt auf seine Existenz hinweise?
Leider auch noch nicht vollends verschwunden ist die evangelische Kirche, die neuerdings Taylor-Swift-Gottesdienste abhält, was damit zusammenhänge, dass sie (Taylor Swift, nicht die Kirche) in ihren ollen Popschlagern manchmal was Schönes über den christlichen Gott singt. Nun ist es nicht so, dass selbiger in meinem Plattenschrank gar nicht vorkommt, aber normalerweise allenfalls als ironisch eingefügte Nebenfigur. Auch ist es ja nicht so, dass mich an Gottesdiensten die „Musik“ am meisten stören würde (oder jedenfalls nicht mehr als schon der Begriff eines „Dienstes“), aber einen Nine-Inch-Nails-Gottesdienst fände ich wahrscheinlich zumindest interessant.
Bleibt jedenfalls hier scheinbar gottlos: Musik.
Guten Morgen.


Auf Gottesdienste ist geschissen. Gott ist tot, Satan regiert die Welt. Weswegen ich die Klassiker von Black Sabbath, Marilyn Manson oder Behemoth empfehle. Ganz Abgebrühte können auch bei Wolfgang Petry oder Helene Fischer reinhören.
Bevor ich über den negativen Vitalitätsnachweis eines meta-physischen Wesens philosophiere:
Was gibt es Interessanteres als den Mammonkult von Nekrophagen?
Dass die Lieder eines flinken Schneiderleins dem Lobe Gottes dienen, darf als gesichert gelten. Nur welches Gottes..? Bei der streng monotheistischen Mammonsekte darf die Antwort als gesichert gelten, auch wenn Frl. Flink in den Toppositionen der einschlägigen Milliardärslisten nicht auftaucht. Sektierer im Nischensegment können nicht wählerisch sein.
Können sie nicht, stimmt. Und ob das Frl. Flink spätestens dann kriegt, was es wirklich verdient hat, wenn es dereinst das Reich der Physik (das mit den vielen Dezibel, o je) verlässt und ggf. stante pede in das der Metaphysik (hoffentlich stumm geschaltet) eintritt – wer, außer vielleicht Leo XIV oder Jürgen Fliege vermag das zu sagen? Was das Fräulein auf Erden definitiv schon hat ist genau die Fangemeinde, die es verdient hat. Ich hab sie gesehen, neulich, im Fernsehn. Mein Grauen kennt noch immer keinen Namen.
Du musst aber zugeben, dass sie auf der Bühne ihre ****** schön weit nach vorne stellt!
Swift als spirituelle Quelle für die Religion? Kommt mir wie ein Witz vor, wenn man sich so manche ihrer Texte durchliest; das passt ja eher zu dieser Allerhasserjugend, alles scheiße, ich suhle mich in meinem Nihilismus. Ist so gar nicht Kirche, aber man braucht ja ihren Fame, um den eigenen Niedergang zu verhindern.