Es ist Montag. Der Nazi der Woche, so erzählt’s Reuters missverständlich, ist Bargeld. Ich kann das alles nicht mehr.
Schöne Idee für eine Softwarelizenz: Freie Software, aber man darf niemandem erzählen, von wem sie eigentlich stammt. Ich glaube, die nehme ich in Zukunft für diejenigen meiner Programme, von deren Qualität ich selbst nicht überzeugt bin. — Auch nicht überzeugend: Ein Supermarkt wirbt mit Kaffeebezug für „Revolution! Das Kapsel-System ohne Kapsel.“ So was habe ich schon seit Jahren zu Hause, es heißt Filtertüten. Ich alter Revoluzzer.
Apropos Revolution: Die F.D.P.-Fraktion im Bundestag stellt fest, dass die weitere Inhaftierung von Alexej Navalny nur bedeuten kann, dass Putin „Angst vor der Demokratie“ habe. Was ihre transatlantischen Freunde insofern von der Demokratie halten, indem diese Julian Assange seit weit über 1.000 Tagen unter Folter festhalten lassen, haben hinreichend viele Kommentatoren gefragt, eine Antwort blieb jedoch bislang aus. Schade.
Apropos schade; „n‑tv“ berichtet über zwei mir bis dato unbekannte Internetsternchen:
Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihnen, mit sogenannten Lipsync-Videos zu englischsprachigen Pop-Hits eine stetig anwachsende Fangemeinde zu versammeln. Dabei bewegen die Influencerinnen ihre Lippen synchron zu angesagten Songs.
Ich finde ja, es war ein Fehler, das Internet für die Weltöffentlichkeit allzu einladend zu gestalten. Zum Ausgleich: Musik ohne Text. Das verhindert zuverlässig irgendwelchen lipsync. (Schönes Wort für Küssen auch.)
Guten Morgen.


Es ist auch immer schlimm, nicht zu erwähnen, welche Lippen gemeint sind und waren.