In den NachrichtenMontagsmusik
Archi­tects – Dis­cour­se Is Dead // W�rdPress

Grrrrrrrrr!Es ist Mon­tag. Mit etwas Glück stirbt zum Jah­res­wech­sel eine Scheiß­bran­che. Jump, you fuckers, und nehmt die Bit­co­in­pfei­fen mit. Oder schult um. Pan­da­bä­ren­züch­ter wer­den zum Bei­spiel drin­gend gesucht, zum Bei­spiel von mir.

Ster­be­hil­fe gibt es künf­tig nur noch für Geimpf­te und Gene­se­ne. Nicht, dass man stirbt und dann fällt plötz­lich das Atmen schwer. Sarah Boset­ti – finan­ziert von mei­nen Gebühren!!11! – befand, das ZDF-Logo stolz tra­gend, Unge­impf­te sei­en rechts unten und letzt­end­lich einem Blind­darm gleich. Zu der neu­er­dings vor­herr­schen­den Spra­che in der „Come­dy“, wie dum­me Men­schen das Kaba­rett nen­nen, könn­te ich sicher­lich man­cher­lei sagen und schrei­ben, aber Brand­re­de lässt sich mit einem Gegen­feu­er sel­ten löschen. Statt­des­sen scheint mir der Hin­weis gebo­ten, dass Pri­va­ti­sie­rung und damit ver­bun­de­ne Über­füh­rung in den frei­en Markt, der sich qua­li­ta­tiv bewei­sen muss, nicht immer schlecht sein muss. In Ber­lin darf man noch in Tanz­clubs gehen, aber nur sit­zend. Das kommt mei­ner Art zu tan­zen durch­aus ent­ge­gen.

Ein Blick in den Maschi­nen­raum: Die­ses Word­Press, das wei­ter­hin ein­zu­set­zen ich Grün­de habe, kann seit gestern Abend auch Emo­jis in den Kom­men­ta­ren anzei­gen. Das ist wahr­schein­lich scha­de, weil es den Aus­drucks­wil­len mei­ner geschätz­ten Kom­men­ta­to­ren mög­li­cher­wei­se min­dert, aber tat­säch­lich auch in mei­nem Sin­ne. Trotz­dem habe ich gegen ein wenig Pro­sa nichts ein­zu­wen­den. Dass Word­Press zwar häu­fi­ger mal in der Daten­bank her­um­fuhr­werkt, kei­nes­falls jedoch utf8mb4 als kor­rek­ten Zei­chen­satz ver­steht und dann nicht mal eine War­nung anzeigt, wenn man einen ande­ren Zei­chen­satz ein­setzt, gleich­zei­tig aber dar­auf beharrt, dass man gefäl­ligst den beklopp­ten Scheiß-„Gutenberg“-„Editor“ ein­set­zen möge, der zum Gestal­ten gut geeig­net sein mag, zum ein­fa­chen Ins­in­ter­net­rein­schrei­ben jedoch nicht, spricht im Übri­gen für sich.

Apro­pos: Hacker hacken Bon­drucker. Ein schö­nes Gegen­ge­wicht zum fürch­ter­li­chen rC3, also der jähr­li­chen Sozi­al­ar­bei­ter­kon­fe­renz, die eine CCC-nahe Fir­ma die­ses Jahr schon wie­der online aus­rich­tet. Die haben ja Zeit, die müs­sen ja nichts arbei­ten. Anders­wo wird sich über ande­re Hacker empört: Die Hard­ware von Staats­be­dien­ste­te der USA wird zurück­ge­hackt. Hihi. Ich hat­te schon fast an der Exi­stenz des Kar­mas gezwei­felt. Irgend­wel­che Rekla­me­kas­per pro­pa­gie­ren der­weil ein „Web3“, also den Nach­fol­ger von Webzweinull. War­um die­ser Ter­mi­nus als fal­sche Dicho­to­mie so Quatsch ist wie sein ver­meint­li­cher Inhalt, möge ein Klü­ge­rer (zum Bei­spiel Ste­phen Diehl) erläu­tern. Man muss ihn sich nicht mer­ken und schon gar nicht repro­du­zie­ren.

Medi­al scheint anson­sten Ebbe zu herr­schen: Es wird schon wie­der eine Mel­dung her­um­ge­reicht, die über ein Jahr alt ist. Zum Glück ist’s mit den Medi­en ohne­hin bald vor­bei: Deutsch­land – viel bes­ser als Chi­na – setzt die Schaf­fung eines eige­nen Inter­nets, in dem nicht mehr alles jeder­zeit ver­füg­bar ist, kon­se­quent fort. Da muss man sich ja beei­len, wenn man noch lizenz­be­haf­te­te Musik strea­men möch­te.

Zum Bei­spiel die­se.

Archi­tects – „Dis­cour­se Is Dead“ (Full Album Stream)

Guten Mor­gen.