In den NachrichtenPolitik
Pseudonymfreiheitskampf mit der SPD

Zu Recht beklagt Fefe in unge­wöhn­lich deut­li­chem Tonfall, dass das Bundesinnenministerium (CSU) sich gern noch tie­fer in das Privatleben aller Einwohner Deutschlands ein­gra­ben wür­de. Dass die SPD es immer wie­der schafft, allen Unmut über die Unterhöhlung des Freiheits- und Rechtsstaats auf den Koalitionspartner zu kana­li­sie­ren, so dass sich die mei­sten Teilnehmer sozia­ler Medien an „Horrorhorst“ (Internet) abzu­re­gen ver­su­chen, ver­wun­dert mich aller­dings ein wenig - denn es ist Wahljahr und die Splitterpartei fliegt tief:

Die anony­me und pseud­ony­me Online-Nutzung schüt­ze vie­le Journalisten und Freiheitskämpfer in aller Welt vor Verfolgung und Bedrohung. Sie sei eine „wich­ti­ge Voraussetzung für eine freie Meinungsäußerung und der beste Schutz vor Diskriminierungen“. Nutzer sol­len aber ihren rich­ti­gen Namen bei der Registrierung bei Online-Diensten ange­ben müs­sen, damit Ermittler die­se gege­be­nen­falls rasch mit der umstrit­te­nen Bestandsdatenauskunft abfra­gen können.

Natürlich ist die SPD - neben­bei noch ener­gi­scher als bis­her sich für das Installieren staat­li­cher Schadsoftware auf mei­nem und eurem Computer ein­set­zend - auch wei­ter­hin dafür, dass „Journalisten und Freiheitskämpfer“ anonym und pseud­onym „online“ agie­ren kön­nen, aber doch bit­te nur mit ihrem rich­ti­gen Namen. Oder kann man sich irgend­wo als Aktivist und/oder Freiheitskämpfer anmel­den und wird dann davon befreit?

Kanzlerkandidat Olaf Scholz und die bei­den Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sehen die Sozialdemokraten mit der Vorlage indes bereits gut gerü­stet, um Deutschland füh­ren zu können.

In aktu­el­len Sonntagsfragen liegt die SPD immer noch bestän­dig bei über 5 Prozent der Stimmen. Warum eigent­lich - um der CDU etwas entgegenzusetzen?

Senfecke:

  1. „In aktu­el­len Sonntagsfragen liegt die SPD immer noch bestän­dig bei über 5 Prozent der Stimmen. Warum eigent­lich - um der CDU etwas entgegenzusetzen?“

    Das müs­sen die weni­gen ver­blie­be­nen Stammwähler sein, die ihre Informationen man­gels Internetanschluss immer noch aus Radio und TV erfahren.

    Im Landlebenblog gibt es auch einen schö­nen Beitrag über das Sinnhafte von Wahlplakaten. Der Beitrag trifft hier auch die SPD. Das muss aber nichts bedeu­ten, wenn „auf dem Lande“ Plakate für die 4-Tage-Woche hän­gen und in der Stadt dafür „Reklame“ für den Erhalt der Landwirtschaft gemacht wird.

    Ich mei­ne, es ist halt Werbung und Werbung dient ja nicht dem Informieren, son­dern dem Verschleiern. Aber nur mit Satire sind ja sol­che Plakate nicht zu erklä­ren, son­dern da steckt auch eine ordent­li­che Portion Idiotie mit drin. Von mir aus kann man sich den gan­zen Quatsch spa­ren und Kandidaten sind nach ihrem Tun zu beur­tei­len. Dazu brau­chen die­se für mich auch nicht in irgend­ei­ner Partei zu sein. Ohne die­se kommt man jedoch gar nicht erst zu den höhe­ren Weihen oder in ein kar­rie­re­freund­li­ches Amt.

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