In den Nachrichten
Geben wir Hannover doch den Chinesen!

Dass ich Hannover für die öde­ste als sol­che zu ver­ste­hen­de Stadt der Welt hal­te, habe ich an die­ser Stelle und anders­wo in der Vergangenheit bereits ange­merkt. Oft sag­te man mir daher nach, ich sei son­der­bar (das stimmt) und die­se Ansicht wer­de nicht oft geteilt (das stimmt nicht).

Einem nicht gerin­gen Teil der Menschheit, den Chinesen, näm­lich gefiel es vor fast vier Jahren, Hannover mit­samt sei­nem Personal nachzubauen:

Am Dienstag eröff­net das Viertel um die Hannover-Straße im chi­ne­si­schen Changde und wird von Oberbürgermeister Schostok offi­zi­ell eröff­net. (…) Fabian Berndt, Sohn des Gründers der han­no­ver­schen Kaffeemanufaktur Andreas Berndt, will der Tee-Nation China das Kaffeetrinken näher­brin­gen, und direkt gegen­über am zen­tra­len Platz der Einkaufsmeile erwar­tet die han­no­ver­schen Unternehmer Torsten Block und Lutz Käsemann die Gäste im Restaurant „deutsch“ mit - der Name sagt’s! - die ersten Gäste mit Appetit auf deut­sche Küche.

Trotz der Importe aus dem Ausland resp. Exporte in das Inland hat­te für das ech­te Hannovergefühl aber noch eine ent­schei­den­de Kleinigkeit gefehlt, näm­lich, dass die Stadt mit­samt ihrer Kultur tou­ri­stisch völ­lig unin­ter­es­sant ist. Die Chinesen wür­den ihrem Ruf aber nicht gerecht, wür­den sie ihre Kopien west­li­cher Originale so offen­sicht­lich unecht wir­ken las­sen; so konn­te die „Hannoversche Allgemeine“ bereits zwei­ein­halb Jahre spä­ter die Entwarnung verkünden:

Erst war die Euphorie groß. Aber das Projekt einer Hannover-Straße in der chi­ne­si­schen 6-Millionen-Stadt Changde ist offen­bar geschei­tert. Kaum jemand will dort ein Geschäft betrei­ben. (…) Die mei­sten Geschäfte ste­hen leer, es fehlt ein­fach an der Kundschaft.

Da kommt doch end­lich die rich­ti­ge Hannoverstimmung auf!

Dem Hannoveraner Stadtmarketing (was machen die eigent­lich beruf­lich?) gefiel das aus ver­ständ­li­chen Gründen aber nicht so gut, und so such­te man in Kooperation mit dem orts­an­säs­si­gen (in Hannover, nicht in Changde) Landesfunkhaus des Norddeutschen Rundfunks fie­ber­haft nach einem Ausweg. Zum Glück gibt es Corona:

Hübsch, gedie­gen und teu­er - so prä­sen­tiert sich das nach­ge­bau­te Hannover im chi­ne­si­schen Changde. Der frü­he­re Anzugspunkt für Touristen ist wegen Corona wie ausgestorben.

Das nach­ge­bau­te Hannover war im März 2019 also bereits „offen­bar geschei­tert“, weil am Jahresende ein Virus auf­tre­ten wür­de, der im fol­gen­den Jahr die dor­ti­gen Geschäfte schon 2018 geschlos­sen haben wür­de. Ich verstehe.

Andererseits: Endlich mal ein Zeitreisevirus!


Witzige Geschäftsidee im Übrigen: Dämonenaustreibung durch Oralsex.

Senfecke:

https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_sadnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_eek.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_shocked.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_confusednew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_coolnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_lol.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_madnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_aufsmaul.gif 
mehr...
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre> <code> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <span style=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Ihre IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details finden Sie hier.

Senf hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du willst deinen Senf dazugeben, dir ist aber der Senf ausgegangen? Dann nutz den SENFOMATEN! Per einfachem Klick kannst du fertigen Senf in das Kommentarfeld schmieren, nur dazugeben musst du ihn noch selbst.