In den NachrichtenPolitik
Schon wieder die Alliierten! (2)

Ah, der 20. Juli; traditionell derjenige Tag, an dem denjenigen Versuchen, Adolf Hitler umzubringen, Tribut gezollt wird, die nicht erfolgreich waren. Der amtierende Draußenminister der rechtspopulistischsten SPD aller Zeiten ließ sich diese Gelegenheit auch 2020 nicht entgehen und twitterte von Privat- und Ministeriumsaccount, dass Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ein militaristisches Ekel, der im Erfolgsfall keineswegs Frieden und Demokratie in das Dritte Reich hineingetragen hätte, heute gewürdigt werde und derselbe noch heute eine Vorbildfunktion haben müsse. Was er damit wohl meint? – Dass die SPD es lieber gesehen hätte, hätte das Dritte Reich den Zweiten Weltkrieg nicht so deutlich verloren, ist hierbei sicherlich verständlich. Wenigstens das hatte der Kosovo der Normandie voraus: Eine einzige Front ist leichter zu halten.

Auch des Ministers landesführende Partei- und sonstige Genossen aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg halten von der Befriedung von Ländern nicht viel und flehen nach einer Abkehr der Vereinigten Staaten von der Demilitarisierung Deutschlands durch Donald Trump, wie andernorts zu lesen ist:

Die Ministerpräsidenten vierer deutscher Länder haben Mitglieder des U.S. Congress (…) darum gebeten, Pläne zu blockieren, US-amerikanische Truppen aus Deutschland abzuziehen. (…) „Wir ersuchen Sie daher, uns zu unterstützen, da wir das Band der Freundschaft nicht zu zerschneiden, sondern zu stärken, und die Präsenz der Vereinigten Staaten in Deutschland und Europa in Zukunft zu stärken beabsichtigen“, schrieben die Ministerpräsidenten von Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

(Übersetzung, wie auch die folgende, von mir, Originaltext hingegen nicht.)

Nun dauerte es, wie Geschichtsinteressierte wissen, nur wenige Tage, als der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. und der letzte russische Zar Nikolaus II. Telegramme austauschten, in denen sie einander ihre gegenseitige Freundschaft ausdrücklich versicherten, bevor Deutschland und Russland gegeneinander aus Bündnisgründen in den Ersten Weltkrieg zogen, und auch diesmal geht es um den Iwan:

Letzten Monat sagte Washington, das Vorgehen würde „die Russen noch mehr abschrecken, die NATO stärken, Verbündeten neue Sicherheit geben“.

Denn wenn uns eines im Jahr 2020 noch große und berechtigte Sorgen bereitet, dann ja wohl, dass uns der Russe überrollt!

Was genau meinte Willy Brandt (SPD) eigentlich, als er sagte, von deutschem Boden dürfe nie wieder Krieg ausgehen?

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8O 
:? 
8) 
:lol: 
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