Apropos gestern.
Während die halbe Medienwelt die langweilige Stadt Halle aufsuchte, befassten sich EDV-Kundige damit, dass ein uraltes Passwort von Ken Thompson, Initiator des Unix-Projekts, dekodiert worden war. Hinreichend viel Rechenaufwand habe genügt, so ist zu lesen. Das durchaus bemerkenswerte Passwort, hier absichtlich nicht referenziert, fand schnell eine weite Verbreitung in Blogs und Fachpresse.
Als sei es eine Nachricht, welches Passwort ein zweifelsohne talentierter Hacker um 1980 herum verwendet hat!
Entsprechend wäre zu wünschen, statt dieser vermeintlichen Neuigkeit verbreite sich vielmehr die Reaktion Rob Pikes auf die Veröffentlichung:
Das [Passwort] hätte ich euch auch sagen können. Man neigt dazu, (versehentlich) Passwörter zu lernen, wenn sie kurz sind und nebenan oft genug eingegeben werden. (…) So interessant es aber auch ist, so finde ich dieses Hacken doch widerlich. Es war damals widerlich und es ist es immer noch. (…) Heutzutage scheint die Position zu sein, dass, wenn die bösen Jungs es tun, die guten Jungs dafür belohnt werden sollten, es zuerst zu tun. Das ist bestenfalls unaufrichtig und schlimmstenfalls gefährlich.
(Miese Übersetzung von mir.)
Sie verstehen es nicht. Sie werden es nicht verstehen. Sie werden nicht dafür bezahlt, es zu verstehen.
Und deswegen wird es niemals besser werden.


„to learn“ heisst in dem obigen Fall „herraussfinden“..kleine Übersetzungberichtigungsmöglichkeitsgelegenheitschance
Nein, Rob Pike hat es sich ja gemerkt und nicht bloß herausgefunden.
Zeit und Energieverschwendung. Wenn Thompsons Passwort bisher nicht bekannt war heißt nur daß es nicht in irgendwelchen Wörterbuch-Crackbibliotheken stand. Erkenntnisgewinn=0
Eben.
„… die bösen Jungs es tun, die guten Jungs …“
Ich warte jetzt eigentlich nur noch darauf, dass die Gender Fraktion aufschreit … Jehova! Jehova!
Wer keine Leistungen vorzuweisen hat, der muss halt stattdessen ein Geschlecht haben, jaja bzw. herrje.
Das heißen „Herrje“ und„Frauje“!
Ich weiß es doch auch nicht
du UNix-Jünger
Was hat denn der Kommentar zur „langweiligen Stadt Halle“ mit dem Thema des Artikels zu tun? Bzw warum schreibst du das davor?
Ist Halle denn keine langweilige Stadt?
Das ist keine Antwort auf meine Frage.
Doch, schon. Genau wie vor manchen Parteien „die rechtspopulistische…“ davorsteht, schreibe ich vor langweilige Städte „die langweilige Stadt“.
Und was hat Halle jetzt mit deinem Artikel zu tun? Ist mir immer noch unklar.
Zeitliche Gleichzeitigkeit. Steht doch da. Wie in: An dem Tag ist noch was anderes passiert als das medial zu Tode genudelte Erschießen.