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Si vis pacem, para bel­lum. (5)

Es begrü­ßen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten den anste­hen­den brexit:

Der Brexit bie­te Groß­bri­tan­ni­en die Chan­ce, ein „star­kes und unab­hän­gi­ges Land“ zu wer­den, sag­te der Trump-Bera­ter.

Denn wofür eig­net sich ein „star­kes und unab­hän­gi­ges Land“ bes­ser als ein EU-Staat? Rich­tig:

Bol­ton füg­te hin­zu: „Ich den­ke, es wird uns beson­ders in der Nato hel­fen, effek­ti­ver zu sein, und das ist ein Plus.“

Das müs­sen die­ser Frie­de und die­se Demo­kra­tie sein, die „unse­re“ west­li­chen Wer­te aus­ma­chen. Was die Moti­va­ti­on zum Meu­cheln („Auf­klä­rungs­ar­beit“) in ande­ren Staa­ten betrifft, so bleibt jedoch das deut­sche Wesen das, an dem die Welt gene­sen möge. Weni­ge Staa­ten beherr­schen die Gewin­nung neu­er Berufs­krie­ger bes­ser als das post­schrö­der­sche Deutsch­land:

Im März kün­dig­te Volks­wa­gen an, wei­te­re 7000 Stel­len abzu­bau­en, im Wesent­li­chen in Wolfs­burg. Ford zog nach und kün­dig­te den Abbau von 5000 Stel­len in Deutsch­land in Köln, Saar­lou­is und Aachen an. Offen­bar sahen die PR-Stra­te­gen der Bun­des­wehr die Chan­ce, den Men­schen, die von Ent­las­sung bedroht sind, die Alter­na­ti­ve eines Jobs bei der Bun­des­wehr vor­zu­gau­keln[.] In Wolfs­burg: „Jetzt Job fürs Volk wagen! Mach, was wirk­lich zählt.“

Der gan­ze Krieg, schrieb Carl von Clau­se­witz, set­ze mensch­li­che Schwä­che vor­aus. Der ver­bis­sen­ste Kämp­fer ist der­je­ni­ge, der nichts mehr hat, was ihn am Leben fest­hal­ten lässt. Die Mili­ta­ri­sten in poli­tisch kon­ser­va­ti­ven Krei­sen haben der SPD vie­les zu ver­dan­ken.

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.