Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Trotz ihres Namens stammt die Postrockband indignu [lat.] — das “[lat.]” ist anscheinend Teil des Namens — aus Portugal. Das lateinische Wort “indignu” bedeutet “unwürdig” und passt überhaupt nicht zu der hier gehörten Musik. Auf ihrem anscheinend zweiten Studioalbum “Odyssea” (Amazon.de, Bandcamp.com) nämlich bietet sie Musik dar, die vor Würde geradezu strahlt.
Genrefanatiker mögen hier “Postrock” anheften, aber mit Klavier und Streichern bekommt derjenige “Postrock”, der auf “Odyssea” zu hören ist, eine ganz andere Wirkung als die brachialen Gitarrenwände von Stilkollegen. Im Internet liest man von einem “sanften Brodeln” unter den Melodien, aber es herrschen klar die leisen Töne und die sonnigen Wiesenflächen. Das Album ist weitgehend instrumental gehalten, was nicht schlimm ist. Man rede nicht hinein, man genieße und sei dabei still.
Man nehme nicht an, der Postrock sei auserzählt. Vergäbe ich Punkte, “Odyssea” bekäme manche. Empfehlen tu’ ich’s sicherlich trotzdem — und zwar hiermit.


fsmaulalda? Hä?
Du hast vollkommen Recht!