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Kurz­kri­tik: Grumbling Fur – Fur­four

Grumbling Fur - FurfourIrgend­wann im Jahr 2011 taten sich in Lon­don Alex­an­der Tucker und Dani­el O’Sul­li­van, der anson­sten Bands wie Ulver, Gua­po, Moth­li­te und Sunn O))) ange­hört, zusam­men, um gemein­sam etwas auf­zu­neh­men, was sie selbst als „psy­che­de­li­schen Pop“ bezeich­nen, aber eigent­lich gar kein Pop ist. Als Grumbling Fur ver­öf­fent­lich­ten sie bis­her in ver­schie­de­ner Beset­zung vier Stu­dio­al­ben, deren aktu­el­les von 2016 tref­fend „Fur­four“ (Bandcamp.com, Amazon.de) heißt. Als Gast­mu­si­ker haben sie dies­mal Iso­bel Sol­len­ber­ger (Bar­do Pond) und Charles Bul­len (This Heat) gewin­nen kön­nen, um ein wei­te­res Stück hörens­wer­ter Ein­ma­lig­keit zu schaf­fen.

Es scheint, als habe jeder betei­lig­te Musi­ker die Gele­gen­heit genutzt, die Musik sei­ner Stamm­band in das Pro­dukt ein­flie­ßen zu las­sen: Schlep­pen­der Post­rock („Sunea­ters“) und effekt­be­rei­cher­ter Psy­che­de­lic Rock sor­gen für die not­wen­di­ge medi­ta­ti­ve Stim­mung, die sich wie auch die unge­zähl­ten Instru­men­te selbst ange­nehm ver­dich­tet.

Grumbling Fur – Hea­vy Days (Offi­ci­al Music Video)

Eti­ket­tie­rung und Schub­la­di­sie­rung sind hier, wie so oft, fehl am Platz: Beat­les­que Har­mo­nien („Gol­den Simon“), instru­men­ta­ler Shoe­ga­ze („Mol­ten Fami­li­ar“) und Gän­se­haut erzeu­gen­der 80er-New-Wave mit einer per­fek­ten Dosis geziel­ten Vio­li­nen­ein­sat­zes („Silent Plans/Black Egg“) erge­ben ein gro­ßes Gan­zes, das mit jedem Hören noch an Wär­me gewinnt.

Grumbling Fur ★ Acid Ali Khan [HQ]

So lan­ge es drau­ßen kalt ist, heizt „Fur­four“ von innen. Ich bin höchst erfreut und bit­te um Nach­schlag.

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