Nerdkrams
Tippen statt Wischen: Android und der T-UI-Launcher.

Wenn es einen guten Grund gibt, Android irgendwie prima zu finden, dann ist die Anpassbarkeit sicherlich einer, der in die engere Auswahl kommt. Die Myriaden an konkurrierenden apps für beinahe alles sind längst nicht mehr zu bezwingen.

Das trifft auch und gerade auf die Welt der „Launcher“ zu, der Startbildschirme und Programmwähler; hier konkurrieren die Standardanwendung von Android, die vorinstallierten Alternativen verschiedener Smartphonehersteller (HTCs „Sense“, Samsungs „TouchWiz“, Huaweis „EmotionUI“ und so weiter) und teilweise über Jahre hinweg gepflegte, oft auf dem Programmwähler von Android oder dessen Fork „Trebuchet“ (CyanogenMod) basierende Anwendungen wie Nova Launcher, Apex Launcher, Action Launcher oder der von mir in letzter Zeit immer positiver aufgenommene und aktuell hauptsächlich genutzte Arrow Launcher von ausgerechnet Microsoft darum, den weiterhin stetig wachsenden Kreis der potenziellen Kunden von sich zu überzeugen.

Dass die Unterschiede zwischen diesen Anwendungen sich meist auf Details beschränken und sich nur wenige Entwickler trauen, für die Benutzer völlig ungewohnte Wege zu beschreiten, erschwert die Auswahl natürlich merklich. Wenn es nur wenige Unterschiede gibt, warum dann überhaupt einen Wechsel in Erwägung ziehen?

Ziemlich anders ist der T-UI Launcher. Beworben wird er als „Linux-CLI-Launcher“, was zumindest irreführend ist, denn als Ersatz für ein terminal – zumal Android mit einem Linuxsystem eigentlich nur den Kernel, nicht also die Anwendungen selbst, teilt – eignet er sich nur bedingt.

Die Bedienoberfläche gefällt mir aber schon ganz gut:

 

Wie man sieht, liegt hier eine Reduktion auf’s Wesentliche vor. Der „Prompt“ mit dem Dollarzeichen vorn ist standardmäßig aktiv, er funktioniert ein wenig wie die aus anderen Launchern bekannten Suchleisten: Wird etwa „fla“ eingetippt, so erscheinen in der Leiste am unteren Bildrand, die im Wesentlichen die Funktion einer Schnellstartleiste erfüllt, alle bekannten Befehle, die mit „fla“ beginnen, in meinem Fall nämlich das eingebaute Kommando flash sowie der Twitterclient Flamingo. Zu den verfügbaren Befehlen zählen auch mv zum Verschieben von Dateien, listen zum Abspielen von Audiodateien und calc zum schnellen Berechnen von Dingen. (Falls sich noch jemand zu früh freut: Es scheinen kaum POSIX-Befehle verfügbar zu sein, auch ed ist anscheinend kein bekannter Befehl.) Es scheint empfehlenswert, das beim ersten Start automatisch aufgerufene Tutorium zumindest einmal zur Kenntnis zu nehmen. – Die Berührung eines der Ergebnisse startet das zugehörige Programm, nach dessen Ende wird es in der leeren Fläche über der Eingabezeile angezeigt (und kann so jederzeit wiederholt werden). Wer Datenschutz mag: Der Befehl clear leert diesen Verlauf.

Über die tuisettings, eine einfache Textdatei, die über den gleichlautenden Befehl zu erreichen ist, lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen, darunter auch die Anzeige des freien Arbeitsspeichers ganz oben und das standardmäßige Öffnen der Systemtastatur auf dem Startbildschirm. Der T-UI-Texteditor tuixt ist meines Erachtens ein wenig unschön zu bedienen, hier rate ich zum bevorzugten Ersatz. Was tatsächlich fehlt, ist die Möglichkeit, irgendetwas auf der Oberfläche anzuheften. Keine Kalender, keine Listen, keine sonstigen widgets, was zumindest für meine Bedürfnisse ein Ausschlusskriterium ist. Ich habe gern bestimmte Dinge immer im Blick.

Für andere Anwendungsfälle ist der T-UI-Launcher sicherlich keine schlechte Wahl, weshalb ich ihn hier einfach einmal ergebnisoffen erwähnt haben möchte.

Senfecke

Bisher gibt es 11 Senfe:

  1. Hätte man nicht warten können?!

  2. Was für ein selten bescheuerter Beitrag.

  3. fsmaulalda?

  4. Ich mag Wurst. #aufschrei

  5. Android ist doch der letzte Mist. Mir vollkommen unbegreiflich,dass es Leute gib, die derlei Müll propagieren. Windows ist gut. Eben ein Nischenprodukt. Aber was red‘ ich, bei der Schwarmintelligenz hierzulande, tzztzztzz …

  6. Windows ist gut für Leute, die ein einfaches Betriebssystem bevorzugen und sich keinen Mac leisten können.
    Android ist gut für andere Leute. Aber für Menschen, die keinen Quelltext verstehen, ist dies unverständlich. 8O

  7. …wobei der Arrow Launcher ist ganz gut..ist aber kein Windows :XD:

  8. Was für ein selten bescheuerter Beitrag. m(

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