In den NachrichtenWirtschaft
Traum­be­ruf Arbeits­lo­ser

Was die gegen­wär­ti­ge Licht­ge­stalt der Hartz-IV‑, Agen­da-2010- und Angriffs­krieg-im-Koso­vo-Par­tei SPD, die seit lächer­li­chen 19 Jah­ren mit nur vier Jah­ren Unter­bre­chung das Arbeits­mi­ni­ste­ri­um („für Arbeit und Sozia­les“, so die offi­zi­el­le Bezeich­nung) besetzt, übri­gens sonst so for­dert: Eine Wei­ter­bil­dung zum Lang­zeit­ar­beits­lo­sen. :D

Schulz will längeres Arbeitslosengeld - Laut seinem Plan sollen sich Arbeitslose dafür weiterbilden lassen

Denn, Wort­spiel ein­mal bei­sei­te gelas­sen, die Bilanz aus 19 Jah­ren SPD-Regie­rung lau­tet eben auch und vor allem Fach­kräf­te­man­gel – den Fach­kräf­ten man­gelt es an Arbeit und damit an Geld. Dank eines flo­rie­ren­den Nied­rig­lohn­sek­tors und der prak­ti­schen Ein­rich­tung „Hartz IV“, dank derer man selbst jene, denen es über Jah­re hin­weg an fast allem man­gelt, nicht mehr als bit­te­schön in Lohn und Brot zu ver­set­zen­de Arme berück­sich­ti­gen muss, kann eine Par­tei, die die­sel­be sozia­le Gerech­tig­keit, die sie bei­na­he jahr­zehn­te­lang syste­ma­tisch abge­schafft hat, alle Wahl­jah­re wie­der pro­pa­giert, in den ein­schlä­gi­gen Umfra­gen gro­ße Erfol­ge bei denen erzie­len, die sich eine Ver­än­de­rung – Haupt­sa­che, mal ’n ande­rer Kanz­ler – erhof­fen, ohne dass die­se Jeni­gen auch nur eine vage Vor­stel­lung davon haben, dass das poli­ti­sche Kli­ma, das sie zu Aus­ge­grenz­ten gemacht hat, von jenen drei Par­tei­en gedüngt und gegos­sen wur­de, die auch die­ses Jahr wie­der von Auf­bruch, Zukunft und Sozi­al­sy­stem quat­schen, näm­lich von der Regie­rung aus SPD und Grü­nen einer- und der Regie­rung aus CDU, CSU und SPD ande­rer­seits.

Dass, wer aus Über­zeu­gung statt aus tak­ti­schen Grün­den wählt, sei­ne Stim­me qua­si ver­schenkt, ist ein Mär­chen, des­sen Aus­gang die Ent­rech­tungs­par­tei­en längst per­fek­tio­niert haben und an dem sie auch in einer Zeit, in der eine gleich­wie poli­tisch ein­far­bi­ge Par­tei der Unzu­frie­de­nen sich in die Land­ta­ge face­boo­ken lässt, fest­hal­ten, denn es hat sich – Schulz! Schulz! – als wirk­sa­me Waf­fe gegen beweg­te Gras­wur­ze­lei bewährt.

Ver­mut­lich, damit der Rus­se nicht gewinnt.

Senfecke:

  1. Lei­der ist die „Gras­wur­ze­lei“ meist auch nur gesteu­ert.
    Die (mehr­zahl der)Menschen wol­len nicht auf­wa­chen. wer in der demo­kra­tie schläft, wacht in der dik­ta­tur auf.-war son spruch
    Nicht mal dann, denn sie sind erzo­gen wor­den, sie geil zu fin­den.
    Demo­kra­tie mei­ne ich jetz
    Guts nächt­le

  2. Sehr gut erkannt in dem Arti­kel.

    Schrö­der hat mit Bra­vour das Sozia­le“ aus sei­ner Par­tei ver­bannt und ist stolz drauf. Was er damit ange­rich­tet hat dazu reicht der Text hier nicht aus. Aber er hat es geschafft sei­ne Par­tei auf 20 % zu hal­bie­ren.

    Aber wenn küm­mer das? Ob man mit 21 Pro­zent mit regiert oder mit 30 Pro­zent ist doch egal.

    Wich­tig ist nur das man sei­ne Posten und Pen­sio­nen sichert. Gesund für die Demo­kra­tie ist eine ewi­ge (mit spär­li­chen Aus­nah­men) gro­ße Koali­ti­on nicht. Und was die Medi­en angeht ist die­ses Mono­pol fast über­all von den bei­den Par­tei­en besetzt. Das man unab­hän­gi­ge Medi­en mit der Lupe oder im Aus­land suchen muss.

    Der SCHULZ HYPE FINDET AUCH NUR DORT STATT. IN DEN MEDIEN.
    Ich habe noch mit kei­nem gespro­chen der den gut fin­det und des­halb wie­der SPD wählt. Wo kom­men die 10 % Stim­men­zu­wachs her. Na aus den Schreib­stu­ben der Medi­en. Und durch Umfra­gen von Insti­tu­ten die jedes Ergeb­nis lie­fern was gewünscht wird.

    Wären unse­re Poli­ti­ker in Ihrer Art was jeder nun mal zu den­ken hat und gefäl­ligst zu wäh­len hat nicht so skru­pel­los, könn­te man sagen : „War­ten wir mal die Wahl ab“.

    Aber ich den­ke das sie auch zu 100 % Pro­zent auch vor Wahl­fäl­schun­gen nicht zurück­schrecken wer­den, was für mich das Ende der Demo­kra­tie bedeu­tet wie wir sie hier ken­nen und stolz drauf sein kön­nen.

    Glaubt denn irgend­je­mand das bei Aus­zäh­lun­gen in denen nur Ver­tre­ter von Alt­par­tei­en sitzen,das die sich nicht in allem einig sind???

    Die Grü­nen und auch die Lin­ken haben wohl auch ver­ges­sen wie sie zu ihrer Anfangs­zeit stig­ma­ti­siert und behan­delt wor­den sind,die Angst ihre Pfrün­de zu ver­lie­ren war bei SPD und CDU genau die­sel­be Und die Metho­den auch. Das sozia­le Pul­ver­fass das die SPD hegt und pflegt wird irgend­wann hoch­ge­hen. Und wenn es noch 10 Jah­re dau­ert.

    Wer unver­schul­det arm wird, oder auch nur dadurch dass er alt ist und in Ren­te muss, und nichts anspa­ren kann dank der Agen­da 2010 mit so tol­len Stun­den­löh­nen im Niedriglohnsektor,damit Rei­che immer rei­cher wer­den der wird sich radi­ka­li­sie­ren und dann wird auch der Zei­ge­fin­ger nichts mehr nüt­zen.

    .

  3. Erst die Unge­rech­tig­keit erschaf­fen und danach suk­zes­si­ve mit genau den geschaf­fe­nen Pro­ble­men Wahl­kampf betrei­ben: Ein pro­ba­tes Mit­tel wie es scheint und für die SPD schein­bar loh­nens­wert. Aller­dings frag­lich auch, ob die­ser Jubel wirk­lich lan­ge anhal­ten kann. Mutig wäre es tat­säch­lich sozia­le Gerech­tig­keit nach vor­ne zu brin­gen statt der ver­hal­te­nen wie auch lei­sen Kri­tik, vor­zugs­wei­se gelenkt natür­lich. Mar­tin Schulz muss dahin­ge­hend wohl ein illu­stres Wech­sel­spiel vor­an­trei­ben: Einer­seits den Kurs der Par­tei ein­hal­ten, aber ande­rer­seits auch zumin­dest dem Wäh­ler zumin­dest eini­ge Brot­kru­men hin­wer­fen. Und hier zeigt sich das Pro­blem glei­cher­ma­ßen mei­ner Mei­nung nach: Wür­de er nun­mehr zuge­ben, dass Schrö­der über­haupt nicht „sozi­al“ gehan­delt hat … wür­de er sei­nen Par­tei­freun­den vor den Kopf sto­ßen. Es wäre aber die ehr­li­che Ant­wort und ein rich­ti­ger Schritt statt die­ser ver­hal­te­nen Kri­tik und dem ver­meint­li­chen Wil­len etwas zu schaf­fen, was die SPD schon lan­ge ver­lo­ren hat: Das „sozia­le Ele­ment“! :D

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