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Kurz notiert zur schamanischen Techniker-Krankenkasse

Dieser Tage lag ein Thema im Trend, das man sonst nicht in unserer Filterblase der durchschnittlich gesunden Gebildeten mittleren Alters erwartet hätte, nämlich Krankenkassen – nicht irgendeine Krankenkasse, versteht sich, sondern Deutschlands derzeit mitgliederstärkste Krankenkasse, nämlich die forschungskritische Techniker-Krankenkasse, deren Twitterbeauftragter forsch fragte, warum denn diese Krankenkasse nicht die Mitgliedsbeiträge auch für die Förderung von Homöopathie verschwenden dürfe und ob es etwa wissenschaftliche Belege dafür gebe, dass Homöopathie unwirksam sei, was, wie sich schnell herausstellte, natürlich der Fall ist, aber der eigentliche Skandal hierbei ist offensichtlich, dass sich hier eine Krankenkasse für die Finanzierung von Quatsch damit herausredet, dass Homöopathie gerade beliebt und verbreitet sei, während nachweislich tatsächlich hilfreiche, beliebte und verbreitete Heilmittel wie medizinisches Cannabis (wie auch neumodisches Zeug wie Brillen, Zahnersatz und so weiter) höchstens nach Zuzahlung im Leistungsumfang liegen, weil da weniger Leute dran glauben; und vielleicht ist das Konzept der gesetzlichen Krankenkassen auch einfach eines, über das man in politischem Rahmen einmal ganz unverbindlich nachdenken sollte.

Senfecke

Bisher gibt es 7 Senfe:

  1. Moin,
    schau dir mal die letzten 10? sog. Gesundheitsminister an.
    Fragen Kienzle? Es geht hier um die Kapitalisierung der (NICHT)Gesundheit.
    Soviel zum Thema politischer Rahmen und Unverbindlichkeit. :twisted:

  2. Das Problem mit den Schamanen und ihren gläubigen Anhängern ist ihre Finanzkraft. Der ganze esoterische Krempel kostet ja richtig Asche.
    Deswegen tummeln sich in dem Bereich ja gut verdienende Menschen, vorzugsweise mittleres Angestellten- und Beamtenvolk.
    Alles Menschen, die von allen Krankenkassen geliebt werden. Cannabis und Brillen werden bedauerlicherweise auch von Menschen geringeren Standes benötigt. :kotz:

  3. Geiler Marketing-Gag.
    – Homöopathie wird relativ wenig nachgefragt, weil fast jeder weiß, dass es nichts bringt
    – nirgendwo hat die TK gesagt, dass sie alle oder einen fest bestimmten Teil der Nachfrage bedienen wird. Sie hat ja auch keine zu erfüllenden Kriterien genannt.
    – News vonner Krankenkasse (Filterblase) interessieren kein Schwein, außer in dem Sektor tätige oder hobbymäßig interessierte (Hypochonder und co.)
    – Falls das doch mal jemand liest, denkt er sich wahrscheinlich spontan: „Oh, toll. Die bieten ja vielmehr als andere KK an.“

    Summa summarum ist das also ne extrem günstige Werbemasche.

  4. Meine Nachbarin ist Ärztin und verteilt Zuckerkügelchen. Es ist schon so daß der Kundenkreis nicht besonders groß ist. Er ist aber sehr zahlungskräftig. Gehobene Mittelschicht, gut 80% Frauen. Da geht was.
    Schamanismus ist auch so ne sache. Da treten die Leute aus der Kirche aus nur auf den näxten Hokuspokus reinzufallen. Der Bedarf an Metafüsik ist vorhanden.

  5. Was haben die eigentlich für einen Kundenstamm?

    Techniker? Die scheinen mir jetzt nicht so die beste Zielgruppe für Homöopathie zu sein …

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