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VW: Das Management.

Wenn schon sonst nicht mehr auf vieles Verlass ist, so hat doch wenigstens der Volkswagen-Konzern endlich eine Antwort auf die Frage gefunden, wie man wieder zu einer beliebteren Automarke wird. Dafür hat Markenchef Herbert Diess kürzlich ein „Zwölf-Punkte-Programm“ vorgestellt, das alles besser machen soll.

Nämlich so (Quelle: Internet):

1. Weltweite Positionierung

Die verfügbaren Automarken des Konzerns sollen an die jeweiligen Märkte „angepasst“ werden. Einige Automarken werden in bestimmten Ländern also wegen geringer Verkaufszahlen vermutlich eingestellt werden.

Vermutung: Damit werden auch weniger Mitarbeiter benötigt.

2. Kosten und Aufwand

Durch geringere Kosten soll mehr Gewinn erzielt werden.

Vermutung: Übermäßig teure Posten, zum Beispiel zu viele Mitarbeiter, werden reduziert.

3. Regionssteuerung

Regionsmanager von Volkswagen sollen mehr Einfluss erhalten, um mehr Kontrolle über „ihr“ Gebiet zu haben.

Vermutung: Mit mehr Verantwortung geht auch mehr Gehalt für Manager einher.

4. Neue Unternehmenskultur

Bei Volkswagen soll ein regerer Austausch zwischen den verschiedenen Unternehmensebenen stattfinden. Worin das resultieren wird, bleibt abzuwarten.

5. Zukunft durch Effizienz

Es sollen unter anderem Unternehmensprozesse beschleunigt und entfehlert werden, unnötige und potenziell Fehler machende Zwischenglieder zwischen Führungsebene und Belegschaft und damit Mitarbeiter oder ganze Abteilungen entfernt werden. Wachstum ist alles.

6. Kommunikation

Es soll eine vom Konzern unabhängige Markenkommunikation bei Volkswagen geben.

Vermutung: Was immer damit gemeint sein mag, es resultiert doch letztendlich in outsourcing und damit weniger Bedarf an Mitarbeitern.

7. Effiziente Prozesse, schlanke Strukturen

Vermutung: Habe ich eigentlich schon über Entlassungen spekuliert?

8. New Volkswagen

Bereits jetzt beschäftigt der Volkswagen-Konzern unzählige externe Dienstleister, die als Zulieferer die „Digitalisierung“ der Automobile vorantreiben. Künftig soll diese „Digitalisierung“ noch etwas mehr Gewicht bekommen.

Vermutung: Da die externen Dienstleister die entsprechenden Entwicklungen bereits beitragen, sind weniger interne Mitarbeiter notwendig.

9. Exzellente Führung

Die Wirksamkeit von Führung soll im Mittelpunkt stehen.

Vermutung: Mehr Geld für effiziente Manager.

10. Strategiehaus

Es soll mit zusätzlichem Personal eine Markenstrategie entworfen werden. (Ach so, das ist noch gar keine Strategie?)

Vermutung: Das zusätzliche Personal wird, wie so oft, vorübergehend extern angemietet. Das Gehalt wird durch Entlassungen finanziert.

11. Unternehmerische Ziele und Strukturen

Die unternehmerische Verantwortung soll gestärkt werden.

Vermutung: Gehaltserhöhungen für Manager.

12. Erschließung Chancenmärkte

Volkswagen möchte auch in Ländern, in denen es bisher nicht sonderlich erfolgreich ist, „starke Teams“ etablieren.

Vermutung: Mehr Manager ins Ausland, dort gibt es auch preiswerte Arbeitskräfte.


Zur weitgehenden Umsetzung des 12-Punkte-Programms würden also zwei Änderungen genügen:

  • Mehr Einfluss und Geld für Manager
  • Weniger Mitarbeiter in weniger Abteilungen

Ich bin davon überzeugt, dass es so oder so ähnlich kommen wird. Und ich bin davon überzeugt, dass die Börse das goutieren wird.

Senfecke

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  1. Leistung muss sich wieder lohnen! Die ganzen Minderleister braucht kein Mensch, wir brauchen mehr Manager!

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