In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik (extern) in Kür­ze: „Zeigt ja Zahl, misst ja Qua­li­tät.“

Es mag über­ra­schen: Manch­mal gucken sogar Jour­na­li­sten nicht so genau hin. Kon­zer­tier­te Anony­mous-Akti­on oder getroll­tes Troll­trol­len? Zivi­li­stin oder zer­fetz­te Selbst­mord­at­ten­tä­te­rin? Die sehen ja auch alle gleich aus:

Die angeb­li­che Selbst­mord­at­ten­tä­te­rin von Saint-Denis lebt ahnungs­los in Marok­ko

Vor­her ging natür­lich ein, sagen wir, unvor­teil­haf­tes Wan­nen­fo­to von ihr durch die Medi­en, natür­lich nackich. Die Bot­schaft kommt an: Wir, der Westen, sind nicht prü­de; wir, der Westen, mögen Nip­pel. Wir sind hier frei und ihr, die Ter­ro­ri­sten, nicht. Frei von Beson­nen­heit, möch­te man da hin­zu­fü­gen, nicht aber frei von ver­que­ren Welt­bil­dern. Natür­lich sind die Guten aber immer die­je­ni­gen, die das Rich­ti­ge beju­beln, wie’s das Stim­mungs­ba­ro­me­ter auf der Web­site eines bekann­ten deut­schen Drecks­blatts dem Ver­neh­men nach gut wider­spie­gelt: Hier stirbt ein Roh­ling! Lachen, Wei­nen, Wut, Trau­er?

Was das Rich­ti­ge ist, wird mit den Füßen abge­stimmt. Wo ein Aas ist, da sam­meln sich die Gei­er. Zumin­dest, so lan­ge sie sehen kön­nen, wo die ande­ren Gei­er sind:

Drü­ben beim frat­zen­buch gibts noch zäh­ler in den so genann­ten “but­tons”, die in wirk­lich­keit träcking-wan­zen sind, die die­se gan­zen idjo­ten in ihre web­seits rein­bau­en. Zeigt ja zahl, misst ja kwa­li­tät!

Bekloppt, alle bekloppt.