ComputerIn den Nachrichten
Red nicht.

Kennt ihr RedTube?

RedTube ist eine Website, auf der Männer, Frauen und Sonstige sich in meh­re­ren Videos zei­gen, gele­gent­lich auch beim Geschlechtsakt. RedTube ist nicht unbe­dingt für Qualität bekannt, wie es heißt; die Qualität der dor­ti­gen Medien vari­iert deut­lich, aber der inter­es­sier­te Konsument wird, wie es heißt, auch nicht mit Bezahlbitten belä­stigt, weil sich das Angebot allein durch Werbung finanziert.

Aber eigent­lich woll­te ich etwas ganz ande­res schreiben:

Kennt ihr YouTube?

YouTube ist eine Website, auf der Männer, Frauen und Sonstige manch­mal sich, manch­mal Fremde, manch­mal Dinge in meh­re­ren Videos zei­gen, nie­mals aller­dings beim Geschlechtsakt. YouTube ist nicht unbe­dingt für Qualität bekannt, wie es heißt; die Qualität der dor­ti­gen Medien vari­iert deut­lich, aber der inter­es­sier­te Konsument wird, wie es heißt, auch nicht mit Bezahlbitten belä­stigt, weil sich das Angebot allein durch Werbung finan­ziert. Äh, finan­zierte:

YouTube hat (zunächst nur für die USA) sein Premiummodell Red vor­ge­stellt: Video-Konsumenten zah­len optio­nal 9,99 US-Dollar im Monat, um die Werbung auf der Plattform zu entfernen.

YouTube wird somit an Google Play Music gekop­pelt und um eine Netflix-Alternative erwei­tert, was ange­sichts der feh­len­den Verträge mit den Rechteinhabern zumin­dest in Deutschland kaum ernst genom­men wer­den dürf­te. Ich sehe das inso­fern posi­tiv, als die nahe Zukunft von YouTube so zumin­dest gesi­chert sein dürf­te; Google neigt ja dazu, kosten­lo­se Dienste trotz hoher Beliebtheit zu schlie­ßen, wenn sie zu wenig Geld ein­spie­len. Dass die ange­bo­te­nen Videos (Klick, Klick, ihr erkennt das Muster sicher­lich) auch gegen Geld nicht bes­ser wer­den, ist der Pferdefuß bei die­sem „Angebot“.

Dass man für ein wer­be­frei­es YouTube kein Geld aus­ge­ben muss, soll­te bekannt sein, und auch das Herunterladen von YouTube-Videos - eines der Argumente für ein Abonnement - ist gra­tis zu bewerk­stel­li­gen. Kein Wunder, dass YouTube es gern sähe, wenn mög­lichst vie­le Nutzer sich trotz­dem beugen:

Wer nur auf Werbeeinnahmen scharf ist und sich YouTube Red des­we­gen ver­wei­gern will, muss mit dra­sti­schen Konsequenzen leben. So ent­fernt YouTube näm­lich als Folgemaßnahme die Videos der jewei­li­gen Videomacher aus der öffent­li­chen Ansicht – auch in der wer­be­fi­nan­zier­ten Version der Plattform.

Wenn doch nur jemand eine ande­re Videoplattform erfände!