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WiMP, TIDAL, Grooveshark: Das neue Überall?

Apro­pos Musik.

Let­zte Woche bemerk­te auch der ten­den­ziell eher langsame Nachrich­t­en­di­enst golem.de, dass die kalkulierte Entwer­tung von Musik durch ver­meintlich attrak­tive Ver­mi­etung an Leute, denen der Besitz von Musik einst einiges bedeutete, ein Geschäftsmod­ell ist, dessen Beliebigkeit es nach und nach zer­stören wird: “Spo­ti­fy schreibt tiefrote Zahlen, die ersten Dien­ste machen dicht” oder wer­den wie WiMP von skru­pel­losen Unternehmern aufgekauft und mit einem hässlichen Namen neu gelauncht (üblicher­weise launcht man im anglo­pho­nen Raum ja auch Raketen und ähn­liche Tötungs­dinge). Im Falle von WiMP — ein Dienst, um den es wirk­lich schade ist, immer­hin gibt es dort ein Ange­bot zum Strea­men im FLAC-For­mat — wurde nicht nur der Name hässlich.

TIDAL

“Avail­able on all sys­tems”, “ver­füg­bar auf allen Sys­te­men”, sei TIDAL, und während das für WiMP noch stimmte, ist das, was man bei TIDAL unter “allen Sys­te­men” ver­ste­ht, nur ein biss­chen deprim­ierend. Best viewed with Inter­net Explor­er 4. Vielle­icht ändert sich das ja noch. — Während­dessen trotzt der von mir bere­its mehrfach erwäh­nte Dienst Groove­shark stür­mis­chen Gezeit­en: Nach ein­er Zwangsräu­mung hat ein ange­blich ehe­ma­liger Mitar­beit­er zunächst unter altem Namen eine schreck­liche Kopie mit stark eingeschränk­ter Funk­tion­al­ität ins Netz gestellt; unklar bleibt, was fol­gt.

Auf golem.de wird abschließend ein Man­ag­er des längst durchkom­merzial­isierten Dien­stes Nap­ster zitiert:

Der Kunde möchte nicht vorgeschrieben bekom­men, wie und wo er seine Musik nutzen kann.

Und das, genau das ist der Grund, warum der Besitz von Musik Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukun­ft bleiben wird.