Netzfundstücke
Metamedienkritik extern: “Krasse Zeitschrift entdeckt, willste mal haben?”

Diese Jugend heutzu­tage — ret­tungs­los ver­dor­ben:

Selb­stver­such eines Teenagers: Moritz, 16, kauft eine Zeitschrift

Man möchte ihm “Nein!” zurufen und “Tu’ das nicht, du bist zu jung, um dein Leben wegzuw­er­fen!”, dann erst liest man, dass sich Moritz gar keinen SPIEGEL gekauft hat, son­dern was Anständi­ges:

Mir fiel sofort ein Heft auf. Nicht, weil es beson­ders gut aus­sah, son­dern weil es 10 Euro kosten sollte. Das machte mich neugierig. “GEO Epoche”, Schw­er­punkt: “Der Kap­i­tal­is­mus”.

Eine Zeitschrift über den Kap­i­tal­is­mus, die zehn Euro (die Älteren unter euch rech­nen das in D‑Mark um) kostet. Gut gespielt, “GEO”. Aber euren neuen Leser kön­nt ihr trotz­dem nicht hal­ten:

Jet­zt kann ich nicht weit­er klick­en, son­dern muss mich mit dem zufriedengeben, wofür ich bezahlt habe. Ich habe mehr erwartet, vielle­icht zu viel. Ich bin ent­täuscht. (…) Ein großer Zeitschriften­leser werde ich wohl nie mehr.

Mark­tlücke Klick­buch. Denkt doch mal an den Nach­wuchs!