Überrascht von der plötzlichen Stille hält man plötzlich inne und bleibt stehen. Der Krach der Stadt wird verschluckt von der Weite des Wassers. Am Horizont flimmert das Leben vorbei.
Viel zu helles Straßenlicht verfolgt einen einsamen Radfahrer, der sein Gefährt vorüberschiebt. Ob er nach Hause geht oder zu Freunden? Sein Gesicht verrät es nicht. Stimmen schwellen an und ebben ab; kein Mensch begleitet sie. Man ist allein mit sich und der unendlich scheinenden Freiheit, die sich vor den eigenen Augen auftut.
In Sichtweite tost der Alltag, Menschen eilen der Zeit hinterher, als sei dieser Tag ihr letzter ohne Ketten. Dass sie gefesselt sind von der Zwölf, wird ihnen niemals bewusst sein.
So, weiß man, möchte man niemals werden. Man lässt sie rauschen und entschleunigt mit Blick auf das Wasser. Die Laternen trüben das, was vor einem liegt.
Es könnte in diesem Moment nicht gleichgültiger sein.

Also ich finde es gut
Gerade in fortgeschrittenem Alter (Ü40) gehen einem (mir) doch öfter solche Gedanken durch den Kopf.
Zu wenige denken darüber nach. Löblich!