Erinnert sich noch jemand an Anke Domscheit-Berg?
Anke Domscheit-Berg (Frau von Daniel Domscheit-Berg, dessen Umtriebe normalerweise wesentlich interessanter sein sollten) ist nicht nur gelegentliche Kandidatin für alles Mögliche (momentan für die “Europaliste”) in der Piratenpartei Deutschland, sondern obendrein Feministin und Buchautorin, die nicht nur ihr Blog (Vorsicht: Verweis auf Anke Domscheit-Bergs Blog!), sondern auch von der Basis — also unter anderem von mir — bezahlten webspace der Piratenpartei für Eigenwerbung nutzt (siehe zum Beispiel hier, hier und hier).
Und wie putzig sie die Vollbeschallung auf allen Kanälen zu begründen versucht!
Das ist natürlich Werbung in eigener Sache, aber hätte ich nicht gewollt, dass Menschen mein Buch lesen, dann hätte ich auch keines geschrieben[.]
So weit die Rahmenhandlung.
Anke Domscheit-Berg ist obendrein allerdings nicht nur Mitgliedsbeitrags‑, sondern auch GEZ-Zahlerin (hat sie das Memo nicht gelesen?), und als solche findet sie es natürlich total blöde, wenn andere Autoren, die sie nicht mag (zum Beispiel Thilo Sarrazin), von ihren Gebühren was sagen dürfen:
Ich zahle GEZ, um rassismus u menschenfeindlichkeit bei buchmesse eine plattform zu bieten?! WTF.
@ard messestand: pic.twitter.com/2Ay3AjMhfb
Nun kann man von Thilo Sarrazin halten, was man will (strafbare Äußerungen hat er offenbar bislang nicht getan), aber mir erschließt sich der direkte Zusammenhang nicht. Darauf ist Anke Domscheit-Berg später noch einmal eingegangen: Es widerspreche dem Bildungsauftrag, “finanziert von öffentlichen Geldern”, Herrn Sarrazin eine Plattform zur Vermarktung seines Buches zu bieten; es fordere auch niemand ein Verbot, ihn reden zu lassen, nur eben nicht werbend in der ARD.
Ich stimme ihr insofern zu, als öffentlich-rechtlicher Rundfunk meines Erachtens nicht der Selbstdarstellung Einzelner dienen sollte (obwohl ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob nicht schon das Abspielen von Musik nicht mehr als bloße kommerzielle Werbung für die jeweiligen Interpreten ist).
Anke Domscheit-Bergs Buch trägt übrigens den Titel “Mauern einreißen!”. Das “Kulturgespräch” über die Überwindung von Mauern — Ende Januar 2014 im SWR, einem Sender der ARD — hatte damit sicherlich nichts zu tun.
Nachtrag: Soeben erfahre ich, dass das, was ich oben “ihr Blog” nannte, trotz der Adresse ankedomscheitberg.de und des Impressums gar kein Teil ihrer Website ist, denn auf ihrer Website — anders als auf besagtem Blog — stehe “nix von piratenpartei”. Da hat mich doch das Piratensignet in der Adresszeile fast in die Irre geführt!
Nachtrag (2): Anke Domscheit-Berg ist wieder eingefallen, dass sie gar nicht Landesgeschäftsstelle heißt; ein eigenes Signet hat sie sich aber immer noch nicht zugelegt. P wie Panke.

> hat sie das Memo nicht gelesen?
Ich nenne GEZ immernoch GEZ, die Namensänderungszumrufausbesserungsstrategie sollte man nicht unterstützen.
Ich nenne Blackwater ja auch immernoch Blackwater und nicht Xe (erste Namensänderung) oder Academi (aktueller Name).
Es geht weniger um den Namen als darum, dass “ich zahle Gebühren!” nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal (mehr) ist.
Mehr Beitraege dieser Art bitte.
Ich hoffe, das ist nicht nötig.