Nerdkrams
Open-Source-Jeopardy

Natür­lich ist Open Source die Antwort. Ihr habt nur die Frage vergessen.

Während Lin­ux eher aus Verse­hen ent­standen ist (aus­führlich beschrieben etwa im Buch “Just for Fun”), ist 386BSD (der direk­te Vor­läufer von FreeB­SD und NetB­SD) aus ein­er Not her­aus geboren: Es gab Anfang der 1990er Jahre noch kein lizen­zfreies und uni­ver­sität­stauglich­es Betrieb­ssys­tem. Win­dows und OS/2 waren noch lange nicht so weit, Lin­ux gab es noch nicht, Minix war nicht für den Servere­in­satz konzip­iert wor­den. Uni­ver­sitäten blieb also sel­ten etwas anderes übrig als eine UNIX-Lizenz von einem der großen Konz­erne (HP, Sun, SGI, IBM und der­gle­ichen — auch Microsoft gehörte wenige Jahre zuvor noch dazu) zu erwer­ben. 386BSD als erstes beina­he freies Open-Source-Sys­tem löste also ein zu sein­er Zeit beste­hen­des, drin­gen­des Prob­lem.

Hätte 386BSD bere­its existiert, als ich mit Lin­ux ange­fan­gen habe, wäre Lin­ux wahrschein­lich nie passiert.
Linus Tor­valds; ja, er hat “passiert” gesagt

Ein Zeit­sprung ins Jahr 2013: Uni­ver­sitäten haben schon längst keine Lizen­zprob­leme mehr. Auf den Servern läuft wahlweise Win­dows Serv­er (als Cam­pus­lizenz deut­lich preiswert­er als aufwändi­ge Lin­uxschu­lun­gen) oder irgen­dein freies unixoides Sys­tem, gele­gentlich auch noch ein kom­merzielles UNIX, meist aus his­torischen Grün­den. Heiman­wen­der, damals meist tech­nikaffine Bastler (oder Leute, denen man diese Wahl nicht gelassen hat), beziehen neue Betrieb­ssys­temver­sio­nen heutzu­tage meist zusam­men mit einem neuen Gerät, über so etwas wie Lizen­zge­bühren müssen sie sich keine Sor­gen mehr machen. Immer wieder werde ich ger­adezu religiös anmu­ten­der Ver­suche gewahr, die fro­he Botschaft, Lin­ux sei doch aber kosten­los und das alles, mit san­ftem Druck unter die Leute zu brin­gen. Aber inwiefern prof­i­tiert ein durch­schnit­tlich­er Benutzer, der mit sein­er sowieso vorhan­de­nen Win­dowsin­stal­la­tion zufrieden ist und über­haupt kein Inter­esse daran hat, am Sys­temk­ern herumzupro­gram­mieren, von einem Wech­sel?

Was war das Ziel der Lin­uxge­mein­schaft — Win­dows zu erset­zen? Man kann sich wahrlich höher gesteck­te Ziele vorstellen.
Bill Joy

Sicher­heit und Sta­bil­ität allein sind noch kein Grund für einen Umstieg auf ein anderes Betrieb­ssys­tem. Zeigt mir ein Betrieb­ssys­tem, das 2013 noch keine einzige kri­tis­che Sicher­heit­slücke hat­te, mit­tels der­er eine voll­ständi­ge oder teil­weise Über­nahme des Sys­tems möglich gewe­sen wäre, und ich zeige euch einen Men­schen, der die Unwahrheit spricht. Die Fokussierung auf das Betrieb­ssys­tem als bloße Plat­tform ist im Übri­gen auch Quatsch. Beina­he nie­mand arbeit­et mehr mit dem Betrieb­ssys­tem — es ist die Plat­tform, nicht die Anwen­dung. Vorteile für den gewöhn­lichen Anwen­der bietet also allein das­jenige Betrieb­ssys­tem, das als Plat­tform für diejeni­gen Anwen­dun­gen, die den von ihm ganz per­sön­lich beab­sichtigten Zweck erfüllen, funk­tion­ieren kann. Nie­mand hin­dert einen Anwen­der daran, unter seinem Dreingabe-Win­dows auss­chließlich mit freier Soft­ware zu arbeit­en, wenn diese Effizien­zvorteile gegenüber pro­pri­etären Alter­na­tiv­en bietet. Ob er neben­bei in den Quell­code des Ker­nels oder irgendwelch­er Anwen­dun­gen guck­en kann, ist neben­säch­lich. Fragt mal eure weniger com­put­er­af­finen Ver­wandten, ob es ihnen zum Beispiel wichtig ist, bei Bedarf die etwa vier Mil­lio­nen Zeilen des Chromi­um-Quell­codes ein­se­hen zu kön­nen. Ich habe, ohne eure Ver­wandten wirk­lich gut zu ken­nen, bere­its eine Ahnung, wie die Antwort wohl laut­en wird.

Tat­säch­lich sin­nvoll ist die Ver­wen­dung von quellof­fen­er Soft­ware dann, wenn es um sicher­heit­srel­e­vante Dat­en geht. Die NSA, dies ist zurzeit in den ein­schlägi­gen Nachricht­en­magazi­nen zu lesen, macht die meis­ten Ver­schlüs­selun­gen bei Bedarf ein­fach auf (“Pro­jekt Bull­run”) — in diesem, nur in diesem, Fall bin ich der Ansicht, dass freie Ver­schlüs­selungssoft­ware (nein, Thun­der­bird ist keine Ver­schlüs­selungssoft­ware) auch für das sprich­wörtliche Oma Lieschen die klügere Wahl ist, denn ein­er solchen Soft­ware wer­den — jet­zt erst recht — Fach­leute für Kryp­tografie aus­führlich auf die, sozusagen, Fin­ger schauen; auch kom­plexe math­e­ma­tis­che Ver­fahren wie solche, die für eine gute Ver­schlüs­selung notwendig sind, lassen sich mit genug zeitlichem Aufwand auf kle­in­ste Son­der- und Fehler­fälle über­prüfen. Was Oma Lieschen, wenn sie aber nur ihren Enkeln gele­gentlich ’ne Mail schreiben will, allerd­ings mit Lin­ux statt Win­dows anfan­gen soll, ist und bleibt mir schleier­haft.

Natür­lich geht es um Ver­trauen. Viele Leute guck­en auf den Code, also ist er wahrschein­lich sich­er vor Ein­brech­ern. (Deswe­gen sind ja auch Banken und Häuser in ein­er belebten Innen­stadt sich­er vor Ein­brech­ern, nicht?) Wenn beispiel­sweise ein­tausend Men­schen eine Mil­liarde Codezeilen über­prüfen, bedeutet das, dass diese Codezeilen wahrschein­lich sich­er sind? — Ja, unter ein­er bes­timmten Voraus­set­zung: Jed­er der ein­tausend Men­schen über­prüft einen anderen Code­teil als die anderen 999 Men­schen und ist nicht nur mit der Pro­gram­mier­sprache, son­dern auch mit dem Konzept des jew­eili­gen Code­teils (Geräte­treiber, Ver­schlüs­selung, Net­zw­erk­tech­nik, …) ver­traut. — Anders gesagt: Die Wahrschein­lichkeit, dass ein nach dem “Viele-Augen-Prinzip” entwick­eltes Betrieb­ssys­tem ein “besseres” audit­ing erhält als ein solch­es, bei dem speziell für diesen Ein­satzz­weck aus­ge­bildete Men­schen dafür bezahlt wer­den, sicher­heit­srel­e­vante Code­teile aus­giebig zu kon­trol­lieren, nähert sich infin­i­tes­i­maler Klein­heit.

Open Source ist eine Antwort — aber wie lautet noch mal die Frage?

(Anmerkung, der Voll­ständigkeit wegen: Dieser Text erset­zt einen Text ähn­lichen Inhalts vom Dezem­ber 2011.)

Dieser Beitrag enthält bezahlte Links zu Amazon.de. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Senfecke:

  1. Moin,

    ich denke einer(oder eher zwei) der Fra­gen wird laut­en:
    “Welche Soft­ware kann ich ohne NSA-Back­door nutzen? Wo muss ich keine Angst haben, dass diese Soft­ware nach Hause tele­foniert?”

    Wenn in Open­Source ein NSA-Back­door gefun­den wer­den würde, dann gäbe es in warschlich nichtein­mal 24 Stun­den einen Fork der Soft­ware.

    LG

  2. <>
    Z. B. vom prak­tis­chen Paket­man­age­ment, dass den dezen­tralen Update-Irrsinn á la Win­dows erset­zt. Oder von der Sicher­heit (zeig mir einen Men­schen, der es schafft, sich mit Lin­ux bin­nen eines hal­ben Jahres über 80 Exem­plare ver­schieden­ster Mal­ware einz­u­fan­gen), von der dur­chaus auch Oma Lieschen prof­i­tiert, sollte sie irgend­wann zu gebrech­lich sein, um zur Bank zu laufen und daher beschließen, ihrem Enkel per Online-Bank­ing etwas Gutes zu tun. Oder von der Zukun­ftssicher­heit, die in den zahlre­ichen Alter­na­tiv­en beste­ht, falls der pro­pri­etäre Anbi­eter mal beschließen sollte, 90 % der User zu Touch-Ober­fläche und App­store umzuerziehen oder auf ein teures Abo-Mod­ell umzuschwenken oder Konkurs anmelden zu müssen. Oder von der Pri­vatssphäre, die bei pro­pri­etären Sys­te­men meist schon wegen der Gewin­nerzielungsab­sicht nicht zu gewährleis­ten ist. Oder von der Frei­heit, auch in fünf Jahren noch, wenn sich die Bedürfnisse vlt. längst verän­dert haben, alles damit machen zu dür­fen, was er will. Oder ein­fach nur von dem guten Gefühl, dass das OS ihm nicht ständig über die Schul­ter schaut und nach Hause tele­foniert. Ach ja, die Kosten­losigkeit nicht zu vergessen. Und vlt. noch die Tat­sache, dass vorin­stal­lierte Sys­teme neuerd­ings dazu neigen, bis zur Dys­funk­tion­al­ität mit Crap­ware zugemüllt zu wer­den (z.B. mit drei ver­schiede­nen Viren­scan­nern).

    tl;dr: Vorteile gibt es schon, und das nicht zu knapp. Allein die meis­ten Leute scheuen den nöti­gen Aufwand oder trauen sich den Umstieg schlicht und ergreifend nicht zu.

  3. Z. B. vom prak­tis­chen Paket­man­age­ment, dass den dezen­tralen Update-Irrsinn á la Win­dows erset­zt.

    1. Du bist mit Slack­ware und anderen Lin­uxdis­tri­b­u­tio­nen nicht ver­traut.
    2. Bitte hier ent­lang.

    Microsoft Update tut im Übri­gen das gle­iche wie zum Beispiel apt-get: Alle vom Dis­trib­u­tor ange­bote­nen Pro­gramme wer­den aktu­al­isiert. Sind halt weniger. Aber auch unter Dumm­bun­tu wirst du Prob­leme haben, wenn du Pro­gramme von Drit­tan­bi­etern (= nicht aus den Repos­i­to­rys) nutzst.

    zeig mir einen Men­schen, der es schafft, sich mit Lin­ux bin­nen eines hal­ben Jahres über 80 Exem­plare ver­schieden­ster Mal­ware einz­u­fan­gen

    Unter Android ist das heutzu­tage ziem­lich leicht. Ein­fach Hirn auss­chal­ten beim Rooten. ;)

    sollte sie irgend­wann zu gebrech­lich sein, um zur Bank zu laufen und daher beschließen, ihrem Enkel per Online-Bank­ing etwas Gutes zu tun

    Oma Lieschen kann hier zum Beispiel auch zu ein­er schreibgeschützten Win­dows-PE-Instal­la­tion greifen.

    Oder von der Zukun­ftssicher­heit, die in den zahlre­ichen Alter­na­tiv­en beste­ht, falls der pro­pri­etäre Anbi­eter mal beschließen sollte, 90 % der User zu Touch-Ober­fläche und App­store umzuerziehen

    So wie Canon­i­cal?

    Oder von der Pri­vatssphäre, die bei pro­pri­etären Sys­te­men meist schon wegen der Gewin­nerzielungsab­sicht nicht zu gewährleis­ten ist.

    Inwiefern ver­let­zt Win­dows dein Recht auf Pri­vat­sphäre?

    Oder von der Frei­heit, auch in fünf Jahren noch, wenn sich die Bedürfnisse vlt. längst verän­dert haben, alles damit machen zu dür­fen, was er will.

    Woran, außer am Sel­berkom­pilieren, hin­dert dich Win­dows in fünf Jahren?

    Ach ja, die Kosten­losigkeit nicht zu vergessen.

    Das ist Win­dows für Oma Lieschen auch.

    Und vlt. noch die Tat­sache, dass vorin­stal­lierte Sys­teme neuerd­ings dazu neigen, bis zur Dys­funk­tion­al­ität mit Crap­ware zugemüllt zu wer­den (z.B. mit drei ver­schiede­nen Viren­scan­nern).

    Das ist nach mein­er Erfahrung im Rück­gang, selb­st HP legt nur noch einen Viren­scan­ner, einen CD-Bren­ner und anson­sten die eige­nen, dur­chaus nüt­zlichen Tools bei. Und erwarte nicht, dass das unter freien Sys­te­men nicht der Fall ist. Mal ein vorin­stal­liertes SuSE Lin­ux gese­hen? Üäh!

  4. Du bist mit Slack­ware und anderen Lin­uxdis­tri­b­u­tio­nen nicht ver­traut.

    Stimmt. Zurecht, wenn du mich fragst.

    Bitte hier ent­lang.

    http://www.chip.de/downloads/Chocolatey_59219029.html
    Stolze 662 Down­loads bei Chip.de. Dürfte erk­lären, warum ich keinen kenne, der es nutzt.

    Alle vom Dis­trib­u­tor ange­bote­nen Pro­gramme wer­den aktu­al­isiert. Sind halt weniger.

    Schön­er Euphemis­mus.

    Aber auch unter Dumm­bun­tu wirst du Prob­leme haben, wenn du Pro­gramme von Drit­tan­bi­etern (= nicht aus den Repos­i­to­rys) nutzst.

    Das ist wahr, Wird Oma Lieschen aber wohl kaum betr­e­f­fen.

    Unter Android ist das heutzu­tage ziem­lich leicht. Ein­fach Hirn auss­chal­ten beim Rooten.

    Wer für gewöhn­lich mit Hirn auf Stand­by rum­läuft, wird wohl erst gar nicht soweit kom­men, wenn du mich fragst.

    So wie Canon­i­cal?

    Exakt. So wie bei Ubun­tu auf der einen und Kubun­tu, Xubun­tu, Lubun­tu etc. auf der anderen Seite.

    Inwiefern ver­let­zt Win­dows dein Recht auf Pri­vat­sphäre?

    Die Frage ist rhetorisch­er Natur, oder?

    Woran, außer am Sel­berkom­pilieren, hin­dert dich Win­dows in fünf Jahren?

    Am Weit­er­be­nutzen, wenn der Sup­port aus­ge­laufen ist. An der Instal­la­tion auf einem weit­eren Rech­n­er. An der Instal­la­tion in ein­er VM. Vlt. auch irgend­wann am Instal­lieren von FOSS, wie ursprünglich angedacht:

    Das ist Win­dows für Oma Lieschen auch.

    Es sei denn, die Kosten für das OS steck­en im Preis für die Hard­ware mit drin.

    Damit man sich nicht falsch ver­ste­ht: Ich will nie­man­den mis­sion­ieren, zumal nicht ver­sierte Nutzer wie dich, die mit ihrem Com­put­er umge­hen kön­nen. Aber der Aus­sage, dass FOSS für den Otto-Nor­malan­wen­der keine Vorteile hätte, kann ich so nicht zus­tim­men.

  5. Zurecht, wenn du mich fragst.

    Natür­lich, es lässt dein binäres Welt­bild intakt.

    Stolze 662 Down­loads bei Chip.de.

    Die Down­load­sta­tis­tik auf ein­er Web­site für Com­put­ere­in­steiger ist für dich ein Auss­chlag geben­des Kri­teri­um für die Qual­ität eines Pro­gramms?

    Wird Oma Lieschen aber wohl kaum betr­e­f­fen.

    Oma Lieschen wird auch vom Umstieg auf dein Lin­ux nicht prof­i­tieren.

    Wer für gewöhn­lich mit Hirn auf Stand­by rum­läuft, wird wohl erst gar nicht soweit kom­men, wenn du mich fragst.

    Das Prob­lem ist, dass die Medi­en — nicht nur Lin­ux-Fan­blogs, die ja aus dem Boden sprießen wie son­st nur Löwen­zahn und Moos — kol­portieren, Lin­ux wäre sich­er und viren­frei und man müsste sich mit Lin­ux keine Gedanken mehr um seine Com­put­er­sicher­heit machen. Dadurch wird das Hirn­ab­schal­ten erst angeregt.

    Exakt. So wie bei Ubun­tu auf der einen und Kubun­tu, Xubun­tu, Lubun­tu etc. auf der anderen Seite.

    Eben: Auch unter Lin­ux ist die Welt nicht intakt.

    Die Frage ist rhetorisch­er Natur, oder?

    Nein, ich wüsste wirk­lich gern, wie du auf so einen Käse kommst.

    Am Weit­er­be­nutzen, wenn der Sup­port aus­ge­laufen ist.

    Das ist auch unter Lin­ux der Fall. Obwohl: Wenn ein Sys­tem läuft, dann läuft es.

    An der Instal­la­tion auf einem weit­eren Rech­n­er. An der Instal­la­tion in ein­er VM.

    Bei­des dürfte Oma Lieschen (die mit einem neuen Rech­n­er auch immer ein neues Win­dows bekommt) her­zlich wurscht sein.

    der Aus­sage, dass FOSS für den Otto-Nor­malan­wen­der keine Vorteile hätte, kann ich so nicht zus­tim­men.

    Das habe ich zur Ken­nt­nis genom­men, bin allerd­ings der Überzeu­gung, dass deine Argu­men­ta­tion nicht schlüs­sig ist.

  6. OK, let­zte Runde.

    Natür­lich, es lässt dein binäres Welt­bild intakt.

    Woher kennst du mein Welt­bild?

    Die Down­load­sta­tis­tik auf ein­er Web­site für Com­put­ere­in­steiger ist für dich ein Auss­chlag geben­des Kri­teri­um für die Qual­ität eines Pro­gramms?

    Nein, aber für dessen Ver­bre­itung und Nutzung. Dass es sowas auch für Win­dows gibt, heißt noch lange nicht, dass es auch genutzt wird.

    Das Prob­lem ist, dass die Medi­en … kol­portieren, Lin­ux wäre sich­er und viren­frei und man müsste sich mit Lin­ux keine Gedanken mehr um seine Com­put­er­sicher­heit machen.

    Seh ich auch so. Wer auf jeden (Down­load-) Link klickt, der nicht bei drei auf den Bäu­men, lebt mit unter jedem OS gefährlich. Der Unter­schied ist lediglich gradu­eller Natur.

    Auch unter Lin­ux ist die Welt nicht intakt.

    Mag sein. Aber wem die Entwick­lung Ubun­tus nicht gefällt, find­et reich­lich Alter­na­tiv­en. Was kann der Com­put­erkäufer tun, dem Win­dows 8 nicht gefällt (außer down­graden oder das Betrieb­ssys­tem wech­seln)?

    Das ist auch unter Lin­ux der Fall. Obwohl: Wenn ein Sys­tem läuft, dann läuft es.

    Natür­lich. Nur muss dann nicht gle­ich ein neues OS oder gar einen neuen Com­put­er erwer­ben.

    Bei­des dürfte Oma Lieschen (die mit einem neuen Rech­n­er auch immer ein neues Win­dows bekommt) her­zlich wurscht sein.

    Touché. Trotz­dem irgend­wie nett, dies zu dür­fen, oder?

    Nein, ich wüsste wirk­lich gern, wie du auf so einen Käse kommst.

    Äh (Aluhut auf), Online-Aktivierung, Smartscreen, TCM 2.0, Gratis-Exploits für Geheim­di­en­ste, Verknüp­fung von bes­timmten Funk­tio­nen mit der Live-ID, Hin­tertüren in Skype, Sky­drive und Hot­mail fall­en mir da spon­tan ein.

    So, das wars von mein­er Seite. War nett, sich mit dir auszu­tauschen.

    Cheers

  7. Woher kennst du mein Welt­bild?

    Das unter­stelle ich dir anhand dein­er Kom­mentare. “Lin­ux = Paket­man­ag­er, Win­dows = nicht” ist binär und falsch.

    Nein, aber für dessen Ver­bre­itung und Nutzung.

    Momen­tauf­nahme: 966,274 total down­loads

    Nun ja.

    Wer auf jeden (Down­load-) Link klickt, der nicht bei drei auf den Bäu­men, lebt mit unter jedem OS gefährlich. Der Unter­schied ist lediglich gradu­eller Natur.

    Wieder ein ver­meintlich­er Vorteil von freier Soft­ware weniger.

    Aber wem die Entwick­lung Ubun­tus nicht gefällt, find­et reich­lich Alter­na­tiv­en. Was kann der Com­put­erkäufer tun, dem Win­dows 8 nicht gefällt (außer down­graden oder das Betrieb­ssys­tem wech­seln)?

    Der Umstieg von Ubun­tu auf zum Beispiel Fedo­ra ist auch kein viel kleiner­er als auf Win­dows.

    Nur muss dann nicht gle­ich ein neues OS oder gar einen neuen Com­put­er erwer­ben.

    Man muss? Wieso und wofür?

    Trotz­dem irgend­wie nett, dies zu dür­fen, oder?

    Das Gros der mir bekan­nten Anwen­der darf unter Win­dows auch genau das, was es dür­fen will.

    Online-Aktivierung

    Eine Lin­ux- oder BSD-Dis­tri­b­u­tion, die nicht mit aus­führlich­er Beschrei­bung deines Sys­tems nach Hause funken darf (Stich­wort: Paket­man­age­ment), würde dir auch keinen Spaß machen, oder?

    Smartscreen

    Sicher­heitsvorkehrung für New­bies, abschalt­bar für unsere­inen.

    TCM 2.0

    TCM? Wovon redest du?

    Gratis-Exploits für Geheim­di­en­ste

    Wie der im IPsec-Stack von OpenB­SD und die ungezählten in OpenSSL? Sehr überzeu­gend.

    Verknüp­fung von bes­timmten Funk­tio­nen mit der Live-ID

    Eben­so option­al wie eine Ubun­tu-ID.

    Hin­tertüren in Skype

    Bei Lin­uxnutzern eine recht beliebte Soft­ware, wie man so hört.

    Sky­drive und Hot­mail fall­en mir da spon­tan ein.

    Das hat aber mit pro­pri­etär­er Soft­ware nichts zu tun, son­dern ist ein Design­prob­lem von “Cloud”-Software. Oder glaub­st du, deine bevorzugte Alter­na­tive zu bei­den Dien­sten ist, sofern nicht selb­st gehostet, abhör­sich­er?

  8. Also mit OpenB­SD gibt es keine erken­ntlichen Prob­leme bei der Sicher­heit, im Fall der Fälle direkt sel­ber bauen: http://www.openbsd.org/faq/faq5.html
    Das es immer eine Möglichkeit gibt in ein Sys­tem einzubrechen ist klar, denn das Haupt­prob­lem sitzt immer vor der Tas­tatur.
    Die Gerüchte das starke Kryp­togra­phie ein­fach zu knack­en ist soll kaschieren.
    Was zu knack­en ist sind die Paßwörter die i.d.R. Geburstsdatum/NamePartner/Automarke usw. usf. darstellen.
    Ein Paß­wort unter 20 Buch­staben dürften für aktuelle Clus­ter mit passender Brute­force-Soft­ware keine große Her­aus­forderung sein.
    Außer natür­lich es beste­ht nur aus Son­derze­ichen.
    Aber auch dann kann ein erfahren­er Sysad­min aus einem ein­fachen MD5 in /etc/passwd das Paß­wort erken­nen.
    Sobald jemand physikalis­chen Zugriff auf den Rech­n­er hat und root wer­den kann ist es sowieso vor­bei, denn dann kann jemand key­log­ger und andere “Schnüf­fler” instal­lieren.
    Das was halt so ein “Staat­stro­jan­er” tut.

  9. Ich muss nur zwei Dinge kom­men­tieren, die mir in den let­zten Wochen ( = seit dem ich deinen Blog ken­nen­gel­ernt habe) aufge­fall­en sind:

    - Du nimmst immer die Worst-Case-Beispiele aus der (GNU/)Linux-Welt als Beispiel für deine Argu­men­ta­tion gegen die ver­schieden­sten (GNU/)Linux-Derivate (siehe D…buntu) und ver­suchst — wie in dem Beispiel choco­latey — immer mit den Best-Case-Beispie­len (auch wenn sie der großen Masse der Fliegen, die sich um den Haufen Scheiße ver­sam­melt haben, vol­lkom­men unbekan­nt sind) aus der MS-Welt deine Schlussfol­gerun­gen zu ziehen

    - Ein binäres Welt­bild ist immer noch bess­er als ein Welt­bild voller Blue­screens ;)

  10. Blue­screens sind die Win­dowsver­sion ein­er Ker­nel Pan­ic. Nie eine gehabt? — Im Übri­gen: Ja, natür­lich ziehe ich Worst-Case-Beispiele her­an, da Lin­ux­er deren Exis­tenz vehe­ment leug­nen.

  11. In mein­er über 7,5 jähri­gen Debian GNU/Lin­ux-Geschichte nur ein­mal gehabt, aber da waren die Spe­icherblöcke (erste 40-MB) des Rams nicht mehr funk­tions­fähig (also nicht betrieb­ssys­tem­be­d­ingt) (und ich war bis auf in den ersten 3 Jahren (außer in Servern) nur mit ein­er Mis­chung aus Debian Test­ing / Sid unter­wegs.

    Ich bin mir sich­er, dass die große Masse der Fliegen um den Haufen Scheiße da eine andere Erfahrung machen durften… ;)

  12. Ich mag es, wenn Lin­suxleute unsach­lich wer­den — sie unter­mauern meine Gegen­darstel­lung. (Außer­dem muss ich dann auch nicht mehr sach­lich bleiben.)

    Blue­screens hab’ ich anson­sten auch seit Jahren nur noch auf frem­den Sys­te­men gese­hen.

Comments are closed.

https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_sadnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_eek.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_shocked.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_confusednew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_coolnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_lol.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_madnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_aufsmaul.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_seb_zunge.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_blushnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_frown.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil1.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_mad.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_rolleyesnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_wink2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_idea2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_arrow2.gif 
mehr …
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre> <code> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <tt> <span style=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details findest du hier.