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Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Aus­ge­sucht wahl­los

Nee, „SPIEGEL ONLINE“, eher nicht:

Mari­ne-Reser­vist tötet wahl­los Ex-Kame­ra­den

„Wahl­los“ bedeu­tet im mir bekann­ten Deutsch unge­fähr „ohne eine Gemein­sam­keit zwi­schen den gewähl­ten Optio­nen“. „Mari­ne-Reser­vist tötet wahl­los Ex-Kame­ra­den“ ist also unge­fähr so eine klu­ge Wort­wahl wie „Kind kauft wahl­los nur Erd­beer­eis“.

Apro­pos unklug: Es wird im Wei­te­ren davon aus­ge­gan­gen, dass es sich beim „Mari­ne-Reser­vi­sten“ um meh­re­re Per­so­nen han­delt. Damit ist die Über­schrift gleich dop­pelt blöd, aber nun ja, ist halt SPIEGEL ONLINE, nicht?

Dazu dann auch dies:

Den getö­te­ten Schüt­zen hat die Poli­zei inzwi­schen iden­ti­fi­ziert als den 34-jäh­ri­gen Aaron Alexis aus Fort Worth in Texas, der vor kur­zem einen Job als exter­ner Mit­ar­bei­ter auf dem Stütz­punkt begon­nen hat­te. (…) Es wer­de alles getan, um die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zu zie­hen.

Die Ver­ant­wort­li­chen – also inklu­si­ve des Toten. Dann mal ab mit dem in den Knast!

„Dum­me Gedan­ken hat jeder, nur der Wei­se ver­schweigt sie.“
– Wil­helm Busch