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Kurz ver­linkt CXXXII: Art­ge­rech­te Spei­sung

Was macht eigent­lich der Bun­des­tag gera­de so? Nun, gegen Com­pu­ter­sa­bo­ta­ge im Auf­trag des Staa­tes, die schritt­wei­se Auf­wei­chung der Bür­ger­rech­te oder auch nur für den Ver­brau­cher­schutz tut er gera­de nichts, ver­mut­lich ist’s zu kalt.

Nicht zu kalt ist es offen­bar zumin­dest, den Tier­schutz zu refor­mie­ren:

Trotz der Pro­te­ste von Tier­schüt­zern hat der Bun­des­tag am spä­ten Abend ein neu­es Tier­schutz­ge­setz ver­ab­schie­det.

(Her­vor­he­bung von mir.)

Dabei wur­de unter ande­rem beschlos­sen, dass Betäu­bung bei Kastra­ti­on von Fer­keln erst ab 2019 not­wen­dig sein wird. War­um Fer­kel über­haupt kastriert wer­den? Ganz ein­fach:

Deutsch­land­weit wer­den jähr­lich rund 20 Mil­lio­nen Fer­kel kurz nach der Geburt kastriert, damit ihr Fleisch spä­ter nicht streng riecht oder unan­ge­nehm schmeckt.

Ob das irgend­was mit der Beschnei­dung von Jun­gen in eini­gen Sek­ten zu tun hat, weiß ich lei­der nicht. Schmecken beschnit­te­ne Jun­gen auch bes­ser?

Apro­pos: Die Tier­schutz­ge­set­zes­no­vel­le ver­bie­tet außer­dem Sodo­mie, also das Vögeln von Vögeln und das Fer­keln mit Fer­keln. Dies erfolgt zumin­dest aus einem nicht ganz bescheu­er­ten Grund:

Sexu­el­le Hand­lun­gen von Men­schen an Tie­ren sind geeig­net, den Tie­ren regel­mä­ßig zumin­dest Lei­den im Sin­ne des Tier­schutz­rechts zuzu­fü­gen, da hier­durch die Tie­re zu einem art­wid­ri­gen Ver­hal­ten gezwun­gen wer­den.

Art­ge­rech­tes Ver­hal­ten von Tie­ren: Sich nicht von einem Men­schen sexu­ell pene­trie­ren las­sen, son­dern jung­fräu­lich und kastriert geges­sen wer­den. Tote Tie­re lei­den nicht.

„Das ist nicht art­ge­recht. Das über­lebt er nicht.“
– Roger Cice­ro