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Kurz ver­linkt CXXII: „Die­se Anzei­ge ist kei­ne Wer­bung.“

Die Ubun­tu-Macher haben da mal wie­der eine ganz, ganz tol­le Idee gehabt, mit der Micro­soft unter Win­dows 98 (Stich­wort Acti­ve Chan­nel) schon kei­nen dau­er­haf­ten Erfolg hat­te:

[Die] Shop­ping-Lin­se ergänzt die Home-Sei­te des Dash, auf der man bis­lang in einem Rutsch nach Anwen­dun­gen, Datei­en, Musik und Fil­men suchen kann, um die Ergeb­nis­se einer Suche bei Ama­zon. So lie­fert bei­spiels­wei­se die Suche nach Libre­Of­fice im Dash nicht nur die Libre­Of­fice-Anwen­dun­gen, son­dern auch Links auf Libre­Of­fice-Bücher zurück[.]

Anders gesagt: Möch­te man nun die ach so tol­le Such­funk­ti­on von Unity – der scheuß­lich­sten Arbeits­um­ge­bung für X, die mir je im wirk­li­chen Leben begeg­net ist, und ich habe schon vie­les gese­hen – nut­zen, so wer­den nicht nur die (viel­leicht) gesuch­ten Datei­en ange­zeigt, son­dern auch diver­se mehr oder weni­ger „pas­sen­de“ Ergeb­nis­se von Ama­zon. Das Ziel ist es natür­lich, Ubun­tu zu mone­ta­ri­sie­ren, denn bekannt­lich gibt’s bei Ama­zon Pro­vi­si­on abzu­stau­ben. Bei ein paar Mil­lio­nen ent­mün­dig­ten Ubun­tu-Nut­zern – Mark Shut­tle­worth weiß schon, was gut für sie ist – kom­men da schnell ein paar Euro zusam­men.

Und die Nut­zer sol­len sich mal nicht so anstel­len:

Es wür­den weder per­sön­li­che Daten des Users an Ama­zon über­mit­telt noch irgend­wel­che Anzei­gen ange­zeigt – man erhal­te ledig­lich die Ergeb­nis­se einer Ama­zon-Suche nach dem Begriff, der im Dash ein­ge­ge­ben wur­de.

Was da ange­zeigt wird, sind näm­lich kei­ne Anzei­gen, son­dern Ama­zon-Ergeb­nis­se, die per Klick und/oder wahr­schein­lich Aus­wahl zum kom­mer­zi­el­len Anbie­ter Ama­zon füh­ren, wofür Ama­zon angeb­lich immer­hin bezahlt hat. Das sind also kei­ne Anzei­gen, son­dern Wer­be­flä­chen. Das ist ein him­mel­wei­ter Unter­schied! (Ein­mal ganz davon abge­se­hen, dass das Her­un­ter­la­den von Ama­zon-Ergeb­nis­sen wäh­rend einer loka­len Suche bei Mobil­be­trieb eher hin­der­lich ist.)

Immer­hin kann man die Zwangs­be­glückung auf Wunsch nach­träg­lich wie­der los­wer­den. Man könn­te aber auch ein­fach ein bes­se­res Betriebs­sy­stem nut­zen.

(via Nacht­wäch­ter)