Piratenpartei
Die tota­li­tä­re Merkbefreiung der Anti-Atom-Lobby

Apropos Quark: Wenn man sich selbst davon über­zeu­gen möch­te, dass die pira­ten­par­tei­ei­ge­ne AG „AntiAtomPiraten“ (nur echt mit BinnenMajuskeln) genau das tut, was sie der AG Nuklearia vor­wirft, näm­lich mit­tels der Verbreitung von Halb- bis Unwahrheiten über ver­schie­de­ne Energieformen den Wähler zu ver­ar­schen, dann genügt es eigent­lich schon, auf ihrer (den „AntiAtomPiraten“ ihrer) Website vor­bei­zu­schau­en. Vorsicht: Ein robu­ster Magen ist Voraussetzung für das schmerz­freie Weiterlesen.

Da steht näm­lich zum Beispiel dies:

Der Solarstrom kann her­vor­ra­gend dazu genutzt wer­den, die Spitzenlasten tags­über abzu­decken. Der dyna­mi­sche Anteil an benö­tig­ter Energie ist nahe­zu deckungs­gleich mit den Zyklen der Photovoltaik. Scheint weni­ger Sonne, gibt es meist mehr Wind.

Davon, dass die Effizienz der Photovoltaik eher ein Zufallsfaktor ist, ist natür­lich kei­ne Rede. Ebenso natür­lich ist es aber, dass die „AntiAtomPiraten“ die­sem Einwand bereits etwas ent­ge­gen­zu­set­zen haben:

In den let­zen 10 Jahren blieb der Verbrauch an Primärenergie in Deutschland nahe­zu kon­stant, mit leicht fal­len­der Tendenz.

Dass das mit ziem­li­cher Sicherheit etwas damit zu tun hat, dass in den letz­ten 10 Jahren vie­le Unternehmen ihre Produktion ins Ausland ver­la­gert haben, wo sie - natür­lich mit Atomstrom, denn alle ande­ren Länder bau­en ihre Kernkraftnetze aus gutem Grund wei­ter aus - weit preis­gün­sti­ger arbei­ten kön­nen als hier, ist offen­sicht­lich, wird aber natür­lich eben­falls nicht erwähnt. Augenwischerei durch geziel­tes Weglassen von Fakten ist auch wie­der etwas, was nur ver­werf­lich ist, wenn es die Bösen machen.

Dieser Verbrauch - mit Physik hat man es in der Ökolobby offen­bar nicht so - von Energie kön­ne pro­blem­los auf­ge­fan­gen wer­den, indem man ein­fach ein Feld von der Größe Hessens platt­macht und Sonnenkollektoren und Windkrafträder oder gleich Windkrafträder aus Sonnenkollektoren hin­stellt. In flau­en Sommernächten hat man dann halt ein Problem; dies gera­de auch dann, wenn man (zu Recht) davon aus­geht, dass die ange­peil­ten (lächer­li­chen) vier­zig Prozent Wirkungsgrad von ver­brau­cher­taug­li­chen Solarzellen in abseh­ba­rer Zeit nicht ansatz­wei­se erreicht werden:

Die im Moment erhält­li­chen Standard-Solarzellen haben einen Wirkungsgrad von bis knapp über 20%.

Wenn also ein­fach jeder Autofahrer einen Sonnenkollektor von der unge­fäh­ren Größe eines hal­ben Fußballfeldes auf sein Dach schnal­len wür­de, wäre zumin­dest das Energieproblem im Straßenverkehr auch lang­fri­stig gelöst. Jedenfalls im Sommer. Juppheidi.

Im Winter steht man, geht es nach den „AntiAtomPiraten“, als fort­schritt­li­cher (kern­kraft­frei­er) Bürger vor ganz ande­ren Problemen, denn Heizen ist nicht erwünscht:

Alleine durch 100% gene­ra­ti­ve Stromerzeugung und Elektromobilität ver­rin­gert sich der Bedarf an Primärenergie um etwa 40% (!), die wir bis­her als Abwärme an die Umwelt abgeben.

Immerhin ist Standheizung erlaubt.

Alles in allem sind die Berechnungen der „AntiAtomPiraten“ in vor­lie­gen­der Form zwar theo­re­tisch kor­rekt, ihre Grundlage jedoch, näm­lich das Erreichen eines maxi­ma­len Wirkungsgrades, von dem die vor­ge­schla­ge­nen Energiequellen zur­zeit noch weit ent­fernt sind, ist bis­her pra­xis­fer­ner als die von der AG Nuklearia vor­ge­schla­ge­nen neu­en Reaktortypen zur Aufbereitung vor­han­de­nen Atommülls (damit mei­ne ich aus­nahms­wei­se nicht die Disney-„Stars“).

Aber für eine gute Sache darf man anschei­nend auch im Namen der Piratenpartei den Bürger belügen.

(Mit Dank an B.!)

Senfecke:

  1. Letztlich hängt alles nur davon ab, wie gut der zwi­schen­ge­schal­te­te Orgonkollektor ein­ge­tellt ist.

  2. Hi Tux,

    auf den Seiten der Nuklearia und auf den Seiten der Anti-Atom-Piraten steht zuwei­len Unsinn. Die Anti-Atompiraten kön­nen nicht­mals eine eige­ne Position ver­fas­sen. Es ist eher ein Netzwerk von Piraten, die sich gegen die Nutzung der Atomenergie ver­eint haben. Ich gehö­re auch dazu. Es mag sein, dass sich ein paar Anti-Atom-Piraten gegen den Flyer von Klute aus­ge­spro­chen haben. Ich tue das nicht, ich will näm­lich sel­ber als Anti-Atom-Pirat unse­re Überzeugungen ver­tre­ten kön­nen, ohne nur Beschlüsse von Parteitagen zu referieren.
    Sollte sich die Piratenpartei für einen lang­sa­men Atomausstieg aus­spre­chen, wer­de ich mich als Anti-Atompirat trotz­dem für einen schnel­len Ausstieg stark machen. Natürlich ist dass dann nicht mehr Parteimeinung, aber ehr­lich gesagt weiß doch jeder poli­tisch inter­es­sier­te Bürger, dass Interessensgruppen nicht dazu da sind die Parteimeinung wie­der­zu­ge­ben. Dafür gibt es einen BuVo und eine Pressestelle.

    Gruß

    Phil

  3. Das Bemerkenswerte ist es, dass die Vorschläge der AG Nuklearia dem Konsens des lang­sa­men „Atomausstiegs“ eben nicht zuwi­der­lau­fen, son­dern ihn sogar ergän­zen. Im Gegensatz zu „den AntiAtomPiraten“ - sau­däm­li­cher Name - sind sie aber zur Koexistenz bereit.

    (Pressestelle? Ernsthaft? Nach der Aktion?)

    An den AntiAtomPiraten stört mich dann auch nicht ihre poli­ti­sche Haltung, son­dern ihr Anspruch auf Exklusivität. Handzettel mit Piratenlogo drucken und ver­tei­len, aber Mimimi auf Twitter kot­zen, wenn „die Bösen“ einen ohne Piratenlogo ver­tei­len, weil inhalt­lich dage­gen und so. Abgesehen davon ist vie­les, was die AntiAtomPiraten her­bei­fan­ta­sie­ren, auf abseh­ba­re Zeit (!) noch uto­pi­scher Quatsch.

    Die AntiAtomPiraten mögen heh­re Ziele haben und gele­gent­lich auch einen hel­len Moment (ich dis­ku­tier­te ja gera­de mit @JottEs und bin eigent­lich ziem­lich posi­tiv über­rascht), aber eini­ge von ihnen sind ver­blen­de­te Ideologen, die ihr ver­rück­tes Weltbild über die Realität stel­len. Das kann und wer­de ich völ­lig unab­hän­gig vom Inhalt nicht gut finden.

    Momentan sind wir von Kernkraft in vie­ler Hinsicht abhän­gig. So lan­ge das so ist, ist Ausstieg nicht das, was uns das mei­ste Kopfzerbrechen machen soll­te, son­dern, wie wir den vor­han­de­nen „Atommüll“ opti­mal ent­fer­nen kön­nen. Schnelle Brüter mögen dem Prinzip „AKW sind böhs­äh“ zuwi­der­lau­fen, aber sie sind eine prak­ti­ka­ble Lösung - prak­ti­ka­bler als das mei­ste, was die AntiAtomPiraten for­dern, so lan­ge das Wirkungsgradproblem nicht gelöst wer­den kann.

    Ach, ich schwaf­le wieder.

  4. mit Physik hat man es in der Ökolobby offen­bar nicht so – von Energie kön­ne pro­blem­los auf­ge­fan­gen wer­den, indem man ein­fach ein Feld von der Größe Hessens plattmacht

    Realisten war­ten ein­fach bis ein Feld von der Grösse Hessens unbe­wohn­bar gemacht wur­de und bau­en dann - ääh - gar nichts dahin.

    denn alle ande­ren Länder bau­en ihre Kernkraftnetze aus gutem Grund wei­ter aus

    Umverteilen von Steuern in pri­va­te Taschen und Umverteilen von Risiken in die Allgemeinheit kann man „gute Gründe“ nen­nen, man kann’s aber auch schlicht Scheisse fin­den. Ich hab mir jetzt auf­grund Deiner Vorwarnung die Seite von den BinnenmajuskelPiraten nicht ange­schaut, aber ganz unsym­pa­tisch erschei­nen die mir auf­grund der Zitate nicht.
    Btw.: http://www.heise.de/tp/artikel/37/37513/1.html

    Ach und ohne Deinen Artikel inhalt­lich angrei­fen zu wol­len, eine „Anti-atom-lob­by“ her­bei­zu­hal­lu­zi­nie­ren ist schon eine klei­ne Kunst, Respekt!

  5. Was dein Telepolis-Artikel ver­schweigt: Auch ver­steckt beko­ste­ter Atomstrom ist noch preis­wer­ter als Ökostrom. Abgesehen davon gehe ich jede Wette ein, dass in die Arbeit auf den Feldern für die zu ver­feu­ern­den Futtermittel jede Menge atom­kraft­be­trie­be­ner Aufwand gesteckt wird. ;-)

    Merkwürdig: Die BinnenmajuskelPiraten hal­lu­zi­nie­ren eine Kernkraftlobby her­bei, weil jemand vor­schlägt, den „Atommüll“ sinn­voll wei­ter­zu­nut­zen - anders­her­um ist das aber undenk­bar? Im Übrigen: Du weißt doch - die geziel­te Provokation ist mein lieb­stes Stilmittel.

  6. Ich mei­ne, dass der BuVo und die Pressestelle die Parteibeschlüsse ver­tre­ten sol­len. Ob sie es immer machen ist eine ande­re Frage. Konkret erwar­te ich, dass der stellv. Pressesprecher nach der eigen­sin­ni­gen Abmahnaktion sei­ne Beauftragung verliert.

  7. An den AntiAtomPiraten stört mich dann auch nicht ihre poli­ti­sche Haltung, son­dern ihr Anspruch auf Exklusivität. Handzettel mit Piratenlogo drucken und ver­tei­len, aber Mimimi auf Twitter kot­zen, wenn „die Bösen“ einen ohne Piratenlogo ver­tei­len, weil inhalt­lich dage­gen und so. 

    Die AntiAtomPiraten haben noch nie einen eige­nen Flyer her­aus gebracht.
    Mir sind 2 Handzettel bekannt, die im AntiAtomPiraten-Design ver­öf­fent­licht wur­den. Ein Falt-Flyer, her­aus­ge­ge­ben durch den LV Niedersachsen, der eine star­ke Nachfrage bei Verbänden Bundesweit hat­te und einen zwei­sei­ti­gen Flyer durch Paperboy.

    Auf all die­sen Flyern wur­de über das Parteiprogramm bzw. Positionspapiere der Piratenpartei informiert.

    Die AntiAtomPiraten haben auch weder Ordnungsmaßnahmen noch Abmahnungen initi­iert. Wir hal­ten es aber für falsch, aktiv die Wähler im Namen der Piratenpartei Deutschland über deren Programm zu täu­schen. Man muss ganz klar zwi­schen Meinung von Individuen (die dann auch als sol­che erkenn­bar ist) und Parteiprogramm unter­schei­den (Dinge mit „Piratenpartei Deutschland“ im Impressum oder für Wähler leicht ver­wech­sel­bar, weil sowas drin steht wie „Piraten sind für XY“).

    Zu Kosten der Kernenergie ver­wei­se ich ger­ne auf:
    http://www.anti-atom-piraten.de/2012/08/bietet-kernenergie-aus-neuen-reaktoren-sauberen-oko-strom/
    bzw. http://www.anti-atom-piraten.de/2012/04/entwicklung-des-strompreises/

    Dort wird auf eine Studie des fran­zö­si­schen Rechnungshofes ver­wie­sen, der fest­ge­stellt hat, dass Kernenergie unwirt­schaft­lich teu­er ist. Wenn ein Atom-Land wie Frankreich das schon fest­stellt und beginnt Windparks zu pla­nen… Ich gebe aller­dings zu, ich habe es noch nicht selbst nachgerechnet.

    Zum Pressesprecher: Ich weiß nicht, wie ihr euch infor­miert habt, aber der Pressesprecher han­del­te in Absprache mit dem Vorsitzenden der Piratenpartei Deutschland - und nach mei­ner Rechtseinschätzung ist ein Handeln drin­gend gebo­ten. Das Problem, das wir haben ist eher, dass wir einen BuVo haben, der nicht zusam­men arbei­tet, sich nicht aus­tauscht und nicht han­deln will, auch wenn dann so was auf sei­nem Tisch lan­det, weil im Impressum steht, er sei Verantwortlich. Wenn er das nicht zurück weist, dann ist er ver­ant­wort­lich und wenn er nicht ver­ant­wort­lich sein will, dann muss er das unter­bin­den. In bei­den Fällen muss er was tun. 

    Momentan sind wir von Kernkraft in vie­ler Hinsicht abhängig. 

    Das ist eine pau­scha­le Floskel, die nicht belegt ist. Ich behaup­te, sie ist falsch. Wir haben in Deutschland so viel Überkapazitäten an Kraftwerken, dass wir qua­si sofort alle Kernkraftwerke abschal­ten könn­ten, wenn wir woll­ten. Das bele­ge ich jetzt nicht, aber Du darfst ger­ne sel­ber nachrechnen.

  8. Auf all die­sen Flyern wur­de über das Parteiprogramm bzw. Positionspapiere der Piratenpartei informiert.

    Die Position der AG Nuklearia ergänzt die des Bundesprogramms und stellt kei­nen Widerspruch zu ihr dar, wie sogar tar­zun auf­ge­fal­len ist.

    Daher ist auch …

    Die AntiAtomPiraten haben auch weder Ordnungsmaßnahmen noch Abmahnungen initi­iert. Wir hal­ten es aber für falsch, aktiv die Wähler im Namen der Piratenpartei Deutschland über deren Programm zu täuschen.

    … nicht der Fall.

    Wir haben in Deutschland so viel Überkapazitäten an Kraftwerken, dass wir qua­si sofort alle Kernkraftwerke abschal­ten könn­ten, wenn wir wollten.

    Es geht nicht um die Kraftwerke, son­dern um die Energie. Wir kön­nen gern alle AKW abschal­ten - und unse­ren Strom fort­an aus Frankreich bezie­hen. Unseren Atomstrom, wohl­ge­merkt. Weil sonst Essig ist mit unse­rer Energieversorgung.

  9. Hab ich kei­ne Zahlen zu.
    Konkret heisst es letzt­end­lich aber auch, dass der deut­sche Steuerzahler Risiken finan­ziert von denen er nix hat. Ach sag­te ich so ähn­lich bereits.

  10. Was er letzt­lich davon hat: Preiswerteren Strom. Momentan ist „Ökostrom“ teu­rer - und ich wüss­te wirk­lich gern, wie die das in der Leitung auseinanderhalten.

  11. Wir kön­nen gern alle AKW abschal­ten – und unse­ren Strom fort­an aus Frankreich bezie­hen. Unseren Atomstrom, wohl­ge­merkt. Weil sonst Essig ist mit unse­rer Energieversorgung 

    Frankreich ist Strom-Importeur, wegen der unzu­ver­läs­si­gen Kernkraftwerke …

    Bleiben wir mal bei Deutschland.
    Liste doch ein­mal die Kraftwerkskapazitäten von Deutschland auf.
    Dann stel­le den Verbrauch gegenüber.
    Dann mache das sel­be ohne Kernkraftwerke.
    Zu wel­chem Ergebnis kommst Du?

    Die Position der AG Nuklearia ergänzt die des Bundesprogramms und stellt kei­nen Widerspruch zu ihr dar 

    Aus dem Parteiprogramm:
    * eine Umstellung von end­li­chen Energieträgern auf gene­ra­ti­ve und rege­ne­ra­ti­ve Energiequellen.
    -> Kernenergie ist weder gene­ra­tiv noch rege­ne­ra­tiv -> Widerspruch
    * Außerdem wol­len wir eine trans­pa­ren­te dezen­tra­li­sier­te Erzeugerstruktur
    -> Mit Kernenergie unter einem Atomgesetz mit ent­spre­chen­den Sicherheitsvorschriften kaum lös­bar -> Widerspruch
    * Reduktion des Eintrages von schäd­li­chen Stoffen in unse­re Umwelt
    -> Mit neu­en Kernkraftwerken steigt das Volumen des Mülls deut­lich -> Widerspruch
    * ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit den Ressourcen
    -> der­zeit gibt es kein nach­weis­lich funk­tio­nie­ren­des Konzept für den Umgang mit Atommüll. Das Konzept der Nukus ver­ur­sacht neu­en Atommüll (90% des Atommülls aus AKW ist vom Typ „Asse“. Ohne Konzept ist ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang nicht mög­lich. -> Widerspruch

    Positionspapiere:
    * Die Piratenpartei Deutschland lehnt die Stromerzeugung durch Kernspaltung ab. (übri­gens seit 2008)
    -> Widerspruch
    * Die Piratenpartei Deutschland will als Minimalforderung am Atomausstieg festhalten.
    -> Widerspruch

    Die mei­sten Piraten leben in Ländern, deren Landesprogramme Kernenergie sehr deut­lich ablehnen.
    http://wiki.piratenpartei.de/AntiAtomPiraten/Infos
    -> Widerspruch

    Das Ding ist so wie es ist, mit der Anmaßung, Parteiprogramm zu sein, ein­fach nur Wahlkampfschädigend.

    Das Risiko, das der Steuerzahler finan­ziert ist die Versicherung für eine Deckungssumme eines Schadens von 7,5 Bio. Euro.
    http://www.anti-atom-piraten.de/2012/08/bietet-kernenergie-aus-neuen-reaktoren-sauberen-oko-strom/
    bzw. Prognos Link hier: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Stemke/Medien#Dokumente_von_oder_im_Auftrag_von_Organen_der_Bundesrepublik_Deutschland

  12. Widerspruch

    Vor lau­ter „Widerspruch“ habe ich das eigent­li­che Problem außer Acht gelassen.
    Der frag­li­che Flyer sug­ge­riert, die Partei ver­tritt eine Position,
    die eben nicht Beschlusslage der Partei ist. 

    Das ist der ein­zi­ge Kritikpunkt am frag­li­chen Flyer.
    Den Bürgern und Wählern wird sug­ge­riert, die Partei ver­tritt eine Position, die sie tat­säch­lich nicht vertritt.

    Fair und rich­tig gegen­über dem Bürger ist, wenn die im Flyer dar­ge­stell­te Information ganz klar und deut­lich als
    Meinung gekenn­zeich­net wird, auf eine Art und Weise, dass die­se nicht mit der
    Position der Partei ver­wech­selt wer­den kann.

    Genau dar­um ging die Diskussion im Vorfeld und genau das ist jetzt das Problem.
    Es geht nicht um das Verbieten von Meinung, son­dern um das klar­stel­len von Positionen der Partei.
    Wir belü­gen und ver­un­si­chern mit die­sem Flyer in die­ser Art unse­re Wähler und diese
    wen­den sich natür­lich und logi­scher­wei­se von uns ab.

    Die Position der AG Nuklearia ergänzt die des Bundesprogramms und stellt kei­nen Widerspruch zu ihr dar 

    Die „Position der Nuklearia“ ist eine Meinung inner­halb der Partei und kei­ne Position der Partei.
    Man muss klar zwi­schen Position der Partei und Meinung indi­vi­du­el­ler Mitglieder unterscheiden.

    Die Meinung der Mitglieder der Nuklearia kann eine Position der Partei werden.
    Dazu muss sie aber von den Parteimitgliedern beschlos­sen wer­den. Das ist nicht der Fall.
    Der Flyer ist damit irre­füh­rend. Jeder Proband, dem wir den Flyer gezeigt haben, war überzeugt,
    einen Flyer in der Hand zu haben, der die Position der Partei wie­der gibt.

    Dass die Mitglieder der Nuklearia ihre Meinung haben dür­fen und sol­len und auch
    müs­sen gehört zu den grund­le­gen­den Spielregeln der inner­par­tei­li­chen Demokratie.
    Dass sie ihre Meinung nicht als Position der Partei publi­zie­ren ebenso.
    http://jottesgedanken.wordpress.com/2012/08/23/pluralitat/

    Die Meinung der Nuklearia ist die Meinung einer klei­nen Randgruppe. Dass ihre Meinung zur Position
    der Partei
    wird ist extrem unwahr­schein­lich. Den ein­zig wirk­sa­men Effekt, den deren Flyer im jet­zi­gen Wahlkampf haben kann
    ist der, dass Wähler der Piraten Abstand von die­sen neh­men. Das ist auch genau das, was der­zeit geschieht. 

    Die Piraten wur­den gehackt.

  13. Den Bürgern und Wählern wird sug­ge­riert, die Partei ver­tritt eine Position, die sie tat­säch­lich nicht vertritt.

    Nein, die AG tut dies. Nichts ande­res steht auf dem „Flyer“.

  14. Genau das ist nicht zulässig:
    Irgendjemand™ spricht im Namen der Partei oder macht den Anschein er sprä­che im Namen der Partei und behaup­tet oder erweckt bewusst den Anschein, die Partei hät­te eine Position, die sie nicht hat.

    Das ist unehr­lich, unauf­rich­tig, falsch und als Betroffener der Falschaussage kann/muss man Unterlassung und Klarstellung ein­for­dern, wenn man Kenntnis von der Falschaussage im eige­nen Namen erlangt. (kann/muss, je nach Sachlage)

    Dazu kommt, dass im vor­lie­gen­den Fall die Redaktion dies bewusst tut und sich dage­gen ver­wei­gert (sich schon im Vorfeld ver­wei­gert hat), dafür zu sor­gen den Irrtum beim Leser ein­deu­tig zu vermeiden.

    Dass die Inhalte des Flyers eben­so tückisch falsch sind, bzw. einen fal­schen Eindruck erwecken, ist völ­lig uner­heb­lich. Kristallationspunkt der Debatte und ihr eigent­li­cher Kern ist die Darstellung die­ser Nicht-Position der Partei als Position der Partei. Das inhalt­li­che Thema des Flyers selbst ist völ­lig unerheblich.

    Dass der evan­ge­li­ka­le Prediger Rainer Klute gut argu­men­tie­ren kann gibt er in sei­nem Blog wie­der, z.B. in sei­ner Anekdote, dass er im Schulfach Biologie die Abstammung des Menschen mit dem Kreationismus erklär­te und dafür eine sehr gute Note bekam. In die­ser beschreibt er auch, dass er sehr gut dar­in ist, Argumente für eine Sache zu fin­den, die er ver­tre­ten will, und dass er die­se Position dann auch abso­lut über­zeu­gend dar­stel­len kann, selbst wenn sie jeder wis­sen­schaft­li­chen Grundlage ent­behrt oder widerspricht. 

    Die frag­li­che Publikation ist offen­sicht­lich auf eine Art und Weise lan­ciert wor­den, damit für die AG der maxi­ma­le Werbeeffekt ent­steht. Der „Streisand-Effekt“ wur­de qua­si mit in den Flyer ein­ge­baut und durch ent­spre­chen­de Medienauftritte des Verfassers ver­stärkt. Es war zu erwar­ten, dass die leich­te Verwechselbarkeit der Publikation mit Parteipositionen und der not­wen­di­ge Handlungsbedarf erkannt wird, aber die Diskussion leicht ver­un­sach­licht und auf den über­haupt nicht betrof­fe­nen Punkt „Meinungsfreiheit“ ver­la­gert wird.

  15. rgend­je­mand™ spricht im Namen der Partei oder macht den Anschein er sprä­che im Namen der Partei und behaup­tet oder erweckt bewusst den Anschein, die Partei hät­te eine Position, die sie nicht hat.

    Nein, die Nuklearia spricht aus­drück­lich für die Nuklearia als AG inner­halb der Piratenpartei, was sie legi­ti­mer­wei­se auch ist. Zitier mal bit­te aus dem bean­stan­de­ten Handzettel den Teil, in dem sie ande­res behauptet.

    Dass die Inhalte des Flyers eben­so tückisch falsch sind, bzw. einen fal­schen Eindruck erwecken, ist völ­lig unerheblich.

    … und eine unbe­leg­te Behauptung dei­ner­seits. Üble Nachrede zum Zweck der Diffamierung dir unlieb­sa­mer AGs, so lan­ge nicht bewiesen.

    Die frag­li­che Publikation ist offen­sicht­lich auf eine Art und Weise lan­ciert wor­den, damit für die AG der maxi­ma­le Werbeeffekt entsteht.

    Ja, so funk­tio­nie­ren Handzettel: Indem man sie so ver­teilt, dass man auf sie auf­merk­sam wird.
    Wie machst du das denn sonst?

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