In den NachrichtenMusik
„Rock and Roll can never die.“

Lustig: Sven Regener, der in sei­ner Freizeit zusam­men mit der „Musik„gruppe „Element of Crime“ - dass ihm der Name nicht merk­wür­dig vor­kommt, ist anzu­neh­men - so genann­te „Musik“ am Computer zusam­men­klickt und damit anschei­nend immer noch zu viel Geld „ver­dient“, hat was zum Thema Urheberrechte dumm­ge­sülzt. Mein Lieblingszitat:

Das ein­zig Coole am Rock’n’Roll ist es, dass wir jede Mark (sic!), die wir bekom­men, sel­ber verdienen.

Noch ein paar lächer­li­che Zitate gibt es auf netzpolitik.org, und war­um Sven Regener die Zusammenhänge in „sei­ner“ Industrie noch nicht ver­stan­den hat, erklärt Fritz Effenberger. Zu mei­nem Lieblingszitat konn­te ich aber nichts fin­den, was mich erschüt­tert, wes­halb ich zu all den Beiträgen, die erläu­tern, war­um Sven Regener ein lang­wei­li­ger Typ ist, der scheuß­li­che Musik macht, noch einen hin­zu­fü­ge, in dem ich ein­fach mal was frage:

Ist das noch Rock’n’Roll?

Dass das, was Element of Crime so fabri­zie­ren, kei­ner ist, ist, mei­ne ich, unstrit­tig. Aber stand Rock’n’Roll nicht mal für Lebensfreude und Freiheitsdrang statt für den Stolz auf ein leid­lich gere­gel­tes Einkommen?

Herr Regener macht also (ver­meint­lich) Musik, die er eigent­lich gar nicht mag, weil er damit Geld ver­die­nen kann; und sagt dann weiter:

Die (Mark, A.d.V.) bekom­men wir von Leuten, die sagen “Ja, das ist mir das wert. Ich geb’ 99 Cent aus für die­ses Lied”. Das ist die Idee dabei. Das macht den Rock’n’Roll groß.

Richtig, denn der Rock’n’Roll basier­te schon immer auf der Geldgier sei­ner Protagonisten und nicht etwa auf höhe­ren, eher gei­sti­gen Idealen. Rockmusik ent­stand als Einnahmequelle und nicht als Akt der Rebellion, und erfun­den wur­de sie vom Fliewatüüt. Und des­we­gen macht Sven Regener näm­lich „Musik“:

Aber es wird so getan, als wenn wir Kunst machen wür­den als exzen­tri­sches Hobby oder so.

Ja - war­um denn dann? Aus Leidenschaft wohl nicht, immer­hin fin­den Sie Rockmusik ja auch eher doof. Auch sonst geht Ihnen das Verständnis von Musikentwicklung völ­lig ab:

Für die Leute zwi­schen 15 und 30 gibt es kei­ne ende­mi­sche Musik mehr. Die haben kei­ne eige­ne Musik mehr.

Ich schon. Und Element of Crime zählt nicht dazu. Und wis­sen Sie, wor­an das liegt? Dieser radio­kom­pa­ti­ble Unfug ist zu belie­big, zu aus­tausch­bar. Da bleibt nichts hän­gen, womit man sich iden­ti­fi­zie­ren kann - und sogar der Frontmann ist ein Unsympath.

Den Rock’n’Roll aber, Herr Regener, krie­gen nicht ein­mal Sie kaputt.

Aber kei­ne Sorge: Kunst wür­de Ihnen nie­mand unterstellen.

Senfecke:

  1. Ha, die­se Ironie; und wahr­schein­lich wird Sven Regener über die­ses Stück sagen, es sei „Rock’n’Roll“. Ist halt die ein­zi­ge Musikrichtung, die er kennt. :mrgreen:

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