Spaß mit Spam
Ihre Email-Won 915.810,00

Oh, ein Schreib­feh­ler – aus Email ist viel­leicht die Umman­te­lung eines Woks, aber nicht die eines Wons. – Oder han­delt es sich um 915.810,00 Won? Wenn ja: Was genau hat Email damit zu tun, was habe vor allem ich als Nicht­ko­rea­ner damit zu tun?

„Dr. Maria Gon­za­lez Dri­go“ von der „Lote­ria Nacio­nal“ jeden­falls teilt mir unter obi­gem Sujet fol­gen­des mit:

Fin­den Sie Ihre Infor­ma­tio­nen zu gewin­nen, in der Anla­ge im pdf-For­mat
Mit freund­li­chen GrьЯen
Dr. Maria Gon­za­lez Dri­go

Ah – ich kann 915.810,00 Won (aus Email) gewin­nen. Pri­ma und sehr nütz­lich! Dann schau‘ ich mir die Anla­ge doch mal an.

So eine Art „Brief“ mit ziem­lich pixeli­gen Gra­fi­ken öff­net sich, aus dem ich dann mal zitie­re:

NOTARISCHE GEWINNBENACHRICHTIGUNG

Statt nota­ri­el­ler Benach­rich­ti­gun­gen – dazu bedürf­te es eines oder meh­re­rer Nota­re – wer­de ich noto­risch benach­rich­tigt, das ist mal was neu­es. Und zwar hier­über:

Wir sind erfreut, Sie zu infor­mie­ren, das Sie ein gluck­li­cher Gewin­ner vom inter­na­tio­na­lem Euro Mil­li­on Spiel­pro­gramms sind, das am 02/03/2012, abge­hal­ten wur­de.

Ja, wie, Euro? Doch kei­ne Won? Das ent­täuscht mich jetzt schon ein wenig, gluck­lich bin ich noch nicht. Viel­leicht ändert sich das noch?
Die Benach­rich­ti­ger jeden­falls sind auf jeden Fall gluck­lich, behaup­ten sie:

Wir Sind sehr gluck­lich Sie ALS einen der Gewin­ner zu benach­rich­ti­gen das Ihr Name mit der Kar­ten­se­ri­en­num­mer uber­ein­stimm­te: 934–03650116-211 und die Stempf­el­zahl: 71225–0 gekauft durch Ihren Bear­bei­tungs­agen­ten von den Kosten von zwei Euro, hat folg­lich den Preis in der 2. Kate­go­rie mit den Gewinn­zah­len: 14–18-32–40-46+06:07.gewon­nen Wir Ent­schul­di­gun­gen für die spä­te benach­rich­ti­gung, da es zu Ver­wechs­lun­gen von Namen und Adres­sen kam..

Ich Bin sehr ent­ru­stet das MEIN Name angeb­lich 934–03650116-211 lau­tet – da wäre mir C‑3PO noch lie­ber. Ver­bockt hat das aber anschei­nend mein Bear­bei­tungs­agent, der zwei Euro geko­stet hat und mir eine Stempf­el­zahl auf den fal­schen Namen hat ein­tra­gen las­sen. Ich hof­fe, ich muss beim Abho­len mei­nes Woks nicht mei­nen Aus­weis vor­zei­gen, sonst kom­me ich in Erklä­rungs­not. (Dass man mich ver­wech­selt hat, ist aber jetzt kei­ne gro­ße Über­ra­schung mehr. Ich wüss­te aber gern, mit wem; mit Frau 27470 viel­leicht, die immer im Super­markt als mei­ne Kas­sie­re­rin auf den Kas­sen­zet­teln steht?)

Halt, Moment, irgend­wie kommt mir das bekannt vor. Tat­säch­lich – es ist die glei­che Lot­te­rie, bei der ich schon im Novem­ber etwas gewon­nen habe, nur der Sach­be­ar­bei­ter ist ein ande­rer, eben­so das Trans­fer­in­sti­tut und die Fax­num­mer des Bear­bei­tungs­agen­ten. Mist – wird wohl wie­der nichts mit mei­nem Mil­lio­nen­ge­winn.

Kön­nen die von der Lote­ria Nacio­nal nicht end­lich mal einen Brief­ka­sten kau­fen?