(Vorbemerkung: Folgender langweiliger Computerbeitrag ist eine Ergänzung zu einem anderen langweiligen Computerbeitrag und sollte als Empfehlung, nicht aber als Werbung verstanden werden.)
Im Dezember vorigen Jahres pries ich den noch jungen Bildhostingdienst min.us und verschriftlichte einen Wunsch:
(…) kann ich nur hoffen, dass die beiden Betreiber dieses hübsche Experiment nicht irgendwann als ein solches beenden.
Trotz der Bedenken ist min.us seitdem nicht in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht, sondern wird stetig weiter verbessert. Mittlerweile gibt es zahlreiche Hilfsprogramme wie etwa mobile apps, Browsererweiterungen und Programme, die ein schnelles Hochladen sozusagen per Tastendruck ermöglichen. Auch der Dienst selbst gewinnt ständig hinzu: Derzeit gibt es 10 Gigabyte dauerhaften Speicherplatz und 2 Gigabyte maximale Dateigröße für jedes Benutzerkonto. Bei der Anmeldung wird unverändert nur nach einem Benutzernamen und einem Passwort gefragt, mehr Daten wollen die Betreiber gar nicht haben, was min.us wohltuend von Daten sammelnden Konkurrenten wie etwa dem unsäglichen Picasa (bald “Google Photo”) abhebt. Diese 10 Gigabyte können auch erweitert werden; pro gewonnenem Benutzer gibt es ein Gigabyte obendrauf. Dass min.us nun allerdings etwas aufdringlicher auf die Möglichkeit einer Anmeldung hinweist, ist nicht etwa ein Versuch, zahlende Kundschaft zu gewinnen, denn auch weiterhin wird min.us ausschließlich mit Sponsorengeld finanziert, und die kostenlose Nutzung ist auch weiterhin uneingeschränkt möglich. Man verzichtet dann lediglich, wie auch bisher, auf die Möglichkeit einer Benutzergalerie und darauf, dass hochgeladene Dateien auch nach mehr als 30 Tagen noch verfügbar sind. (Da Dienste wie min.us aber ohnehin eher für den schnellen Dateiaustausch als den Betrieb einer professionellen Bildergalerie konzipiert sind, sollte dieser Aspekt nicht von Bedeutung sein.)
Auch die Gestaltung der Webseite wird gelegentlichen Änderungen unterzogen, momentan herrscht dezentes Grau:
Unverändert geblieben ist derweil die Bedienung: Dateien (keinesfalls nur Bilddateien) können an beliebiger Stelle in das Browserfenster gezogen werden, min.us erledigt den Rest. Man bleibt seinem Namen treu: Minus statt Plus, einfach statt mit Klickorgien verbunden.
(Dieses Konzept sollte man im Hause Microsoft übrigens auch mal in Erwägung ziehen.)


Mir doch egal, was Microsoft in Erwägung zieht.
Und was passiert dann mit deinen Sicherungen?
Dann richte ich mir einen anderen Dienst ein. Es stehen genug zur Auswahl.
Das heißt, du wärst theoretisch bereit, “deine” Dienste zu wechseln, etwa deine Suchmaschine?
Ich bin ja nicht so auf Google angewiesen, wie Du.
Scheiße, ich habe gerade festgestellt, dass in meinem Blog alle Google-Begriffe, wohl durch versehentlich falsche Anwendung des Plugins “Suchen und ersetzen” verschwunden sind.…aaarrrggghhh!
Das Plugin hat eben auch seinen Stolz. Ich erinnere mich übrigens an einen verzweifelten Tweet von dir anlässlich eines Google-Ausfalls.
Ach, das sind doch nur ein paar Minuten im Jahr. Lächerlich.
Viel schlimmer ist, dass einige meiner Artikel nun kaum noch im Kontext verständlich sind. Ich weiß noch nicht mal, wann das passiert ist, sodass mir kein Datenbank-Backup nützt.
Viele deiner Artikel waren auch vorher nicht verständlich. Apropos: Hast du etwa die Revisionen ausgeschaltet? WordPress selbst hält ja Kopien alter Versionen parat.
Dass Du sie nicht kapiert, beweist Du durch Deine wirren Kommentare. Dies ist aber nur Dir selbst zuzurechnen.
Keine Ahnung, ob ich da was abgeschaltet habe. Wie macht man das? Ich habe aber heute erst wieder, wie jeden 1. eines Monats, mit diesem Befehl die Datenbank entschlackt: DELETE FROM wp_posts WHERE post_type = “revision”
Nun, dann bist du selbst schuld. Gänzlich abschalten lässt sich das über einen Eintrag in der Konfigurationsdate oder per Plugin. Aber so eine Revision ist schon ziemlich nützlich, sie zu löschen meist sinnfrei.
Ich erledige das gerade per Hand. Hab so schlimm: Bin gleich durch.
Daher legt der schlaue Informatiker stets Sicherungen an.
Habe ich ja. Bringt mir nur in diesem Falle nix, Du Schlauberger.
Datenbank‑, nicht nur Dateisicherungen, du Typ.
Habe ich ja ebenfalls, Du Hirn(fick).
Und wieso hätte es dann nichts gebracht?
Weil der Fehler über Monate hinweg unentdeckt geblieben ist.
Und du hast natürlich nur eine einzige Sicherung von letzter Woche?
Natürlich nicht. Aber es lässt sich nicht nachvollziehen, wie weit zurück der Fehler in der Vergangenheit liegt.
Selbstverständlich, immerhin kennt das hypertolle Linux das Programm grep von Haus aus. Wir blöden Windowser müssen das “umständlich” nachrüsten.
Das Programm ist irrelevant.
Du irrst, genanntes Programm würde dein Problem mit nur einem Befehl lösen.
Keineswegs. Abgesehen davon war mein Weg der schnellste.
Die manuelle Nachbearbeitung jedes einzelnen Artikels geht schneller als ein kurzer grep/mysql-Befehl?
Ich meine, ja, wenn man sich mit der Kommandozeile nicht auskennt und lieber rumklickt, weil man Klickibuntisysteme sehr mag, ist das mit den Befehlen natürlich nicht ganz so leicht.
Blödsinn. Ich hätte etwa 400 MB an Backup-Dateien speichern müssen. Einen solchen Unsinn mache ich natürlich nicht. Das ist mir der Spaß nicht ansatzweise Wert. Ich betrachte ihn, im Gegensatz zu Dir, nicht als Lebensaufgabe. Schließlich habe ich auch noch etwas anderes zu tun. Meine Backups sind, wie oben bereits beschrieben, maximal 1 Monat alt. Wenn bis dahin kein Fehler aufgetaucht ist, werden Sie gelöscht. Der Rest ist dann schnell per Hand erledigt.
Nicht so schnell wie eine einzige Befehlszeile. Im Gegensatz zu dir habe ich meine Zeit nicht gestohlen. Zusätzliche Sicherungen kosten mich keine Zeit, nur Platz, und Speicherplatz ist ohnehin gerade preiswert. Und während du noch händisch korrigierst, kann ich mich schon dem Musikgenuss widmen.
Zeit hast Du jede Menge. Das ist sicher. Widme Dich nur.
Btw: In Piwiks Backend kann man ja einstellen, in welchem Intervall alte Datenarchive gelöscht werden sollen, ohne einen Cronjob einzurichten. Kann man auch irgendwo händisch, per Knopfdruck löschen?
Natürlich, in der Datenbank.
Das weiß. Ich meine das Backend.
Du willst das Backend löschen?
Jedenfalls gehe ich nicht manuell an die Datenbank. Davon verstehe ich zu wenig, um zu wissen, was passiert.
Natürlich, von einem Ubuntunutzer kann man etwas komplizierteres als einen Mausklick auch nicht erwarten.
Im Gegensatz zu Dir gebe ich wenigstens meine Unzulänglichkeiten unumwunden zu und rede, bei einer Materie, von der ich keine Ahnung habe, nicht irgendeinen Scheiß daher.
Im Gegensatz zu mir versuchst du deine fehlende Ahnung als Stärke hinzustellen.
Der Stärkste unter den Schwachen ist, wer seine Schwäche nicht vergisst.
Schwach ist der Starke, um dessen Schwäche er sich nicht schert.
What a piece of shit!
Sorry, aber gefällt mir mal so gar nicht. Klickikuntibunti-Kram.
Ich nutze http://ompldr.org/ … auch weiterhin.
Aber danke für den Beitrag trotzdem. Filehoster sprießen ja aus dem Boden wie vierblättriges Klee nach einer Atomkatastrophe (mir ist nichts besseres eingefallen).
Ach, weißt du, das Auge isst mit. Dieser OMPLoader ist eher so 90er.
Außerdem ist der support (scheußliches Wort) von min.us erstklassig.
Der ist nicht “so 90er” sondern für Linuxnutzer gemacht. Wo wir wieder beim beliebtesten Thema wären.
Linux ist auch eher so 90er. Wird sich nie durchsetzen.
Genau wie dieses… dieses Internet da.
Darf ich übrigens aus deinem Kommentar folgern, dass wir uns einig sind, dass sich Linuxnutzer eher mit hässlichen Oberflächen zufrieden geben?