In einer Welt, die täglich neue Hiobsbotschaften für ihre Bewohner bereithält, ist es nur mehr wenig verwunderlich, dass selbige in ständiger Angst leben. Fröhliche Beschwingheit ist seit dem 11. September ohnehin verpönt, Sorglosigkeit als Naivität verschrien.
Die Welt ist nicht mehr groß und weit und spannend, sie ist erschreckend. Das schlägt sich auch in unserem Wortschatz nieder: Was ehedem mit mannigfaltigen Adjektiven ausgezeichnet wurde, ist in diesen schreckensreichen Tagen erschreckend.
Ein kurzer Blick in die Wikipedia, einen der beredtesten Zeugen menschlichen Sprachwandels und ‑verfalls, offenbart bereits: Menschen werden erschreckt, wenn sie Gesichter genau ablesen können, und bereits geringe Unwägbarkeiten wie das Versäumen eines Löschantrages und Geldknappheit bei Formel-1-Rennen versetzen sie geradezu in Panik. Noch erschreckender (“mehr als erschreckend”) als das Erschrecken ist eigentlich nur noch die Gleichgültigkeit:
(…) Mary stirbt (…) an einem Herzinfarkt. Rays Reaktion darauf ist mehr als erschreckend: Völlig gleichgültig verfolgt er die Arbeit der Sanitäter (…).
Wen wundert es da noch, dass manch einem vor lauter Panik der Wortschatz entgleitet?
Unibody-Gehäuse mit erschreckend präzisen Kanten und Spaltmaßen findet man sonst nur bei Alternativmodellen aus eigenem Hause.
Die Welt ist voller Gefahren.
Es ist erschreckend.

dein Artikel ist erschreckend toll
Danke für diese erschreckende Meinung.
Die Kurve zum Thema ist so erschreckend steil wie sie missraten ist. Oder ist nur die Überschrift erschreckend deplaziert?
Ich er
schrequick ma mein Bettchen.Es ist erschreckend, dass du an allem was zu nörgeln findest.
… na, ob das dein Bett nicht auch erschreckt?
Es ist erschreckend, ja, geradezu ERSCHRECKEND, wie lange du (anscheinend) schlafen kannst. Studentenpack.
Neidhammel.