Fotografie
Drei Bil­der, drei Geschich­ten

(Die Bild­un­ter­schrif­ten sind aus­ge­dacht, die Moti­ve lei­der nicht.)

Was moch­te der Autor damit aus­drücken wol­len?
Mög­lich ist, dass ein fin­di­ger Geschäfts­mann, um die homo­se­xu­el­le Sze­ne in sei­ner Hei­mat­stadt wirt­schaft­lich zu för­dern, jüngst ein Eta­blis­se­ment eröff­ne­te, es pla­ka­tiv mul­ti­kul­tu­rell „Gay-Town“ nann­te und nun nur noch ein gutes Mot­to benö­tig­te. Viel­leicht sind dies also die ersten Geh­ver­su­che eines zukünf­tig berühm­ten Wer­be­tex­ters?
Mög­li­cher­wei­se woll­te der Schrei­ber aber auch nur in einem Anflug puber­tä­rer Hei­ter­keit die Nach­bar­stadt ver­un­glimp­fen. Es ist jedoch lei­der nicht ersicht­lich, um wel­che es sich han­deln möge, wes­halb der Vor­wurf, sie sei schwul und wür­de oben­drein ora­le Akti­vi­tä­ten voll­füh­ren, unwi­der­spro­chen blei­ben muss. Ganz schön gewitzt, der unbe­kann­te Ver­fas­ser.


Die Bau GmbH in Bal­len­stedt war ver­zwei­felt: Das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men, des­sen Kun­den seit jeher das geschäft­li­che Mot­to „Bewusst bes­ser bau­en“ zu schät­zen wuss­ten, hat­te sich eine teu­re Ver­mark­tungs­kam­pa­gne gelei­stet und sogar in fer­nen Innen­städ­ten pla­ka­tiert, und den­noch blie­ben Neu­kun­den aus. An der Kam­pa­gne selbst, des­sen war man sich sicher, konn­te das jeden­falls nicht lie­gen.


Das Wort „sva­du“ bedeu­tet auf Sans­krit unge­fähr „wohl­schmeckend“. Was aber ist ein Dack­ster­spien?
Ich emp­feh­le, in näch­ster Zeit das Süß­wa­ren­re­gal des ört­li­chen Super­markts im Auge zu behal­ten. Lobens­wert ist es jeden­falls, dass die Jugend noch immer zu sprach­li­cher Krea­ti­vi­tät imstan­de ist.