In Gedanken am Leben
doch in Gedanken allein,
träumend nur glücklich
bin ich armes Schwein!
Zu viel schon verloren,
ein Gewinn? Stets nur Schau!
Nur Regen, nie Sonne,
seh ich arme Sau!
Im Sommer zu heiß,
im Winter zu kühl;
selbst das Wetter treibt mit mir
ein hinterhältig’ Spiel!
Keine Perspektive,
kein Sinn mehr gegeben,
ich bin wirklich arm dran
mit meinem Leben.
Die Leute sind fröhlich,
sie sind meist gut drauf,
nur ich bin schlecht drunter;
ich hör ja gleich auf!
Was mir liegt: Versagen!
Was sonst: Einsamkeit!
Nur eins liegt mir gar nicht
und zwar: Selbstmitleid.

meh
Das Gedicht trieft vor Selbstmitleid. Deshalb sind die letzten beiden Zeilen kaum ernst zu nehmen. Falls Du Deine Leserschaft allerdings nicht verklapsen willst, hast Du sicherlich ein Problem. Nebenbei: Ein guter Freund (Stichwort “Betonsäcke”) hat letzte Nacht überraschend seine Mutter verloren. Angesicht solcher Ereignisse relativiert sich wirklich alles.
Ich habe ein Problem — das trifft zu. Und zwar nicht nur eines!
Ausrufungszeichen…welche noch?
Es heißt Ausrufezeichen.
Ach. Meine Bequemlichkeit, meine Misogynie, meine fehlende Auslastung.
Zu 1. Geht wohl beides.
Zu 2. b. Den Ausdruck kannte ich nicht. Also nachgeschlagen und erkannt, warum. Ich liebe sie nämlich (fast) alle.
Zu 2. c. Genieße es, solange es noch geht.
Zu 1.: Nein.
Zu 2.: Tja, darum wirst du auch nie so ein angenehmer Zeitgenosse sein wie ich! (Tu ich.)