Da es drüben bei caschy neben einem Gastbeitrag von mir nunmehr auch einen Gastbeitrag über den Medienspieler foobar2000 gibt und weil ich hier schon längere Zeit keinen neuen Nerdkrams mehr präsentiert hatte, ändere ich das mal eben; zumal ich foobar2000 ohnehin nicht besonders gut leiden kann und gern Alternativen erwähne.
Einer der Vorzüge von foobar2000, die meist genannt werden, ist, dass er schlank, also, je nach Konfiguration, Ressourcen schonend und nicht unnötig grafisch überfrachtet ist. Da setze ich mal an. In letzter Zeit ist in weblogs oft von noch schlankeren Audiospielern wie etwa Winyl oder Billy die Rede, nur das von mir vor einiger Zeit zufällig entdeckte Mpxplay wird stets übersehen. Dabei ist es mächtiger, als es zunächst den Anschein erweckt.
Mpxplay ist ein quelloffener Audiospieler für DOS und Windows, der entsprechend sparsam mit Ressourcen umgeht; er gibt sich laut Internetseite bereits mit 4 bis 8 MB Arbeitsspeicher zufrieden und stellt auch sonst keine großen Anforderungen. Die Oberfläche ist, da Mpxplay auch unter Windows im DOS-Modus (“Eingabeaufforderung”) läuft, komplett aus ASCII-Zeichen zusammengesetzt und ist somit nicht grafisch überfrachtet. Auf Annehmlichkeiten wie “Minimieren in das Benachrichtigungsfeld” muss man so zwar verzichten, aber dies lässt sich etwa mittels RBTray nachrüsten.
Die Kernfunktionen jedenfalls lassen sich sehen: Alle wichtigen Audio- und Wiedergabelistenformate werden unterstützt. Fast schon selbstverständlich kann dieses Programm auch Dateitags lesen und ist neben der Maus auch komplett mit der Tastatur zu steuern. Eine Übersicht über alle verfügbaren Tastenkürzel liefert ein Druck auf F1.
Als Besonderheiten hat Mpxplay zudem Unterstützung für FTP-Verbindungen und (über Plugins, die auf der Internetseite verfügbar sind) das Umwandeln zwischen Audioformaten zu bieten. (Nicht zu vergessen, gerade für regelmäßige Leser meiner Publikationen, ist schließlich natürlich auch der Nerdfaktor dieser Anwendung.
)
Das Programm wird ständig weiter entwickelt, die aktuelle Betaversion von Mpxplay 1.57 erschien am Sonntag. Ist die Internetseite einmal nicht erreichbar, so ist Mpxplay natürlich auch via eMule zu beziehen.
Ich hoffe, meiner Pflicht als Informant damit ausreichend nachgekommen zu sein und dass dieser Artikel von Nutzen ist.
Nichts zu danken!



…komplett aus ASCII-Zeichen zusammengesetzt und ist somit nicht grafisch überfrachtet. In der Tat. Saubere Leistung.
Ja, nun, eine textbasierte Oberfläche ist nur schwerlich als “grafisch überfrachtet” zu bezeichnen, oder?