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Kurz verlinkt XVI: Der Papst warnt vor Risiken des Internets

Dann doch noch ein Brüller für’s Woch­enende:

Der Papst höch­st­per­sön­lich hält das Inter­net für gefährlich.

(…) durch den anhal­tenden Prozess der Konzen­tra­tion der Medi­en beste­he die Gefahr ein­er Kon­for­mität der Gedanken. Weit­ere Gefahren seien eine zunehmende Kon­trolle und ein moralis­ch­er und intellek­tueller Rel­a­tivis­mus, der jet­zt schon in einem Nieder­gang des kri­tis­chen Geistes spür­bar sei.

Die Konzen­tra­tion kon­formistis­ch­er Medi­en im Inter­net ist wahrlich kaum auszuhal­ten. Wie schön war es doch, als die katholis­che Kirche die Macht über die Gedanken der Men­schen innehat­te und als alleinige moralis­che und intellek­tuelle Instanz wirk­te. Gefahr vor Kon­formis­mus dro­hte damals nie! Und das Inter­net ist, abge­se­hen von der eige­nen Pädophilie, ver­ste­ht sich, ohne­hin an allem schuld:

Das Inter­net schaffe zwar die Möglichkeit für jeden, sich zu informieren und mit anderen Men­schen in Verbindung zu treten, erk­lärte der Papst, es könne aber auch die Kluft zwis­chen reichen und armen Län­dern noch weit­er ver­größern.

Das Inter­net macht nicht nur blöd, son­dern zer­stört auch noch jeglich­es gesellschaftliche Gle­ichgewicht. So sieht’s aus.

Ich bin ja eher der Ansicht, die katholis­che Kirche hält das Inter­net für wenig pri­ma, weil sich die Men­schen dort in kürzester Zeit über jegliche Ver­fehlun­gen ihrer Repräsen­tan­ten aus­tauschen und oben­drein seel­is­che Hil­fe in zahlre­ichen Foren bekom­men kön­nen, ein­mal ganz zu schweigen von der weltweit­en Ver­net­zung alter­na­tiv­er Glauben­srich­tun­gen. Hier herrscht nicht bloß schlichte Unwis­senheit und die alt­bekan­nte Rück­ständigkeit, son­dern vielmehr bewusstes (wirtschaftlich­es) Konkur­ren­z­denken; wie bspw. der Schweiz­er Pornografiehändler Patrik Stöck­li Gratispornografie im Inter­net nur aus Jugend­schutz­grün­den total ungut find­et und nicht aus eher niederen Motiv­en, niemals nicht.

(Selb­stver­ständlich kann ich damit aber auch völ­lig falsch liegen.)