Dann doch noch ein Brüller für’s Wochenende:
Der Papst höchstpersönlich hält das Internet für gefährlich.
(…) durch den anhaltenden Prozess der Konzentration der Medien bestehe die Gefahr einer Konformität der Gedanken. Weitere Gefahren seien eine zunehmende Kontrolle und ein moralischer und intellektueller Relativismus, der jetzt schon in einem Niedergang des kritischen Geistes spürbar sei.
Die Konzentration konformistischer Medien im Internet ist wahrlich kaum auszuhalten. Wie schön war es doch, als die katholische Kirche die Macht über die Gedanken der Menschen innehatte und als alleinige moralische und intellektuelle Instanz wirkte. Gefahr vor Konformismus drohte damals nie! Und das Internet ist, abgesehen von der eigenen Pädophilie, versteht sich, ohnehin an allem schuld:
Das Internet schaffe zwar die Möglichkeit für jeden, sich zu informieren und mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, erklärte der Papst, es könne aber auch die Kluft zwischen reichen und armen Ländern noch weiter vergrößern.
Das Internet macht nicht nur blöd, sondern zerstört auch noch jegliches gesellschaftliche Gleichgewicht. So sieht’s aus.
Ich bin ja eher der Ansicht, die katholische Kirche hält das Internet für wenig prima, weil sich die Menschen dort in kürzester Zeit über jegliche Verfehlungen ihrer Repräsentanten austauschen und obendrein seelische Hilfe in zahlreichen Foren bekommen können, einmal ganz zu schweigen von der weltweiten Vernetzung alternativer Glaubensrichtungen. Hier herrscht nicht bloß schlichte Unwissenheit und die altbekannte Rückständigkeit, sondern vielmehr bewusstes (wirtschaftliches) Konkurrenzdenken; wie bspw. der Schweizer Pornografiehändler Patrik Stöckli Gratispornografie im Internet nur aus Jugendschutzgründen total ungut findet und nicht aus eher niederen Motiven, niemals nicht.
(Selbstverständlich kann ich damit aber auch völlig falsch liegen.)
