Da schau her: Die Telekom soll sich mit voller Kraft auf die neue Multimedia-Welt einstellen, “neue” bitte gebrüllt vorstellen.
Die gleiche Telekom, die seit ungefähren Äonen eine breitflächige Abdeckung mit DSL-fähigen Leitungen verspricht und der man angesichts der elend langen Reaktionszeiten gar nicht zutrauen würde, ein privates Unternehmen zu sein, hat nun also erkannt, dass die Welt um sie herum inzwischen digital kommuniziert. Zu Recht stellt man dort immerhin fest, dass man eigentlich überflüssig ist, und schwingt noch ein wenig den Zeigefinger, um das zu verhindern:
“Wenn sich Investitionen nicht mehr lohnen, weil wir unsere Netze zu vorgeschriebenen Preisen jedem Konkurrenten zur Verfügung stellen müssen”, werde es Probleme geben, sagte der Telekom-Chef. Dann “wird es zum Beispiel sehr schwer, die weißen Flecken, die es in der Breitbandversorgung in Deutschland gibt, zu schließen”.
Die gleichen weißen Flecken, die die Telekom seit einem ungefähren Jahrzehnt nicht abzudecken geschafft hat, könnten “schwer zu schließen” sein. Das ist ja geradezu eine Tragödie. Ogottogott.
Apropos “ogottogott”: Die so genannten “Nacktscanner” am Flughafen passen CDU und F.D.P. jetzt doch in den Kram, weil die Intimsphäre der Kontrollierten gewahrt werden soll, wie auch immer man sich das vorzustellen hat. So recht sinnvoll erscheint mir das nach wie vor nicht, die Technik zu fördern, so lange die menschliche Komponente versagt:
So soll der Attentäter Umar Abdulmutallab amerikanischen Presseberichten zufolge ohne gültigen Pass an Bord gewesen sein.
Da gibt es nur eins: Noch mehr Überwachung!

“angesichts der elend langen Reaktionszeiten…”: Kannst Du bei Deinem Blog nicht mal den Nachbrenner einschalten? Die Ladezeiten sind recht lang.
Liegt nicht an mir.
Wie gut dass ich heute von Telekom auf Unitymedia geweselt bin
isn’t it ironic … don’t you think!