Während sich “die Medien” © darum streiten, ob und auf wessen Seite sich “die Deutschen” © in den Krieg im Gaza-Streifen einmischen sollten, passiert freundlicherweise auch noch anderes auf der Welt, über das ich mich hier aufregen kann:
So wird nun, kaum dass die Proteste gegen die Pressezensur in China verklungen sind, auch in Deutschland eine Zensur des Internets geplant. Bislang ist nur die Filterung von Kinderpornografie geplant; wie dies aber umgesetzt werden soll, ohne deutlich zu viele oder zu wenige Seiten zu sperren und ohne mit einfachen Mitteln umgangen werden zu können, scheint noch nicht so recht festzustehen.
Interessant ist’s allemal, dass so etwas überhaupt zur Diskussion steht. Selbst unter der Voraussetzung, dass es eine in keiner Weise zu beanstandende Möglichkeit gäbe, jeglichen Inhalt gezielt und lückenlos herausfiltern zu können, bliebe noch immer die Frage offen, wie man als Internetnutzer sicher sein kann, dass die Inhalte, die man durch diesen Filter noch zu sehen bekommt, tatsächlich ungefiltert und nicht von Dritten verändert worden sind.
Dass so eine Funktion es quasi im Vorbeigehen nötig macht, dass ihre Betreiber einen vollständigen Einblick in die eigenen Internetaktivitäten nehmen können, fällt im Jahr der Online-Durchsuchungen da schon fast nicht mehr ins Gewicht.
(Ob es unbedingt sinnvoll ist, statt der Ursache nur die Symptome zu bekämpfen, möchte ich im Übrigen auch in diesem Fall ausdrücklich anzweifeln.)
“Den Medien” ist so etwas freilich egal, und so können sie auch weiterhin ungefiltert ihre einzig wahre Meinung durch die Gegend posaunen, nur hin und wieder unterbrochen von furchtbaren Machwerken wie dem Dschungelcamp oder, derzeit auf Kabel 1 zu sehen, Event Horizon.
An diesem Film indes habe ich trotz seiner signifikant überzogenen Spezialeffekte vor allem die Detailfragen zu kritisieren; ein Raumschiff, das von einem Schwarzen Loch angetrieben wird und deshalb Ereignishorizont heißt, wird von der Besatzung eines Raumschiffs gesucht, das mit ausgerechnet Lois Lewis & Clark zwar immerhin keinen dermaßen mauen, aber doch einen mindestens wunderlichen Namen besitzt; schade, da sucht man lange vergeblich nach einer weiteren Pointe, und dann ist’s gar keine Komödie!
Dennoch tui, tui, tui für’s nächste Mal.


Ich finde Zensur toll, China ist nicht nur in diesem Falle ein großes Vorbild!
Als nächstes werden die Geburtenraten kontrolliert und Tibetaner zusammengeknüppelt…achne die heißen bei uns ja “Bayern”.
Heil Überwachungsstaat!