Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik VI: Will­kom­men im pro­mi­nen­ten Dro­gen­sumpf

Soeben wur­de mir von Fr. Gene­ral­feld­mar­schall die­ses Bild zuge­spielt:

Celebrity? Rehab!

Fest­zu­stel­len ist, dass man in der Teil­neh­mer­li­ste des unsäg­li­chen Schunds Cele­bri­ty Rehab, der wohl ein neu­es Erfolgs­for­mat von MTV dar­stel­len soll, ver­mut­lich tat­säch­lich nur die Frau Niel­sen weit­hin kennt, und selbst die nur in frag­wür­di­gen Zusam­men­hän­gen; indes steht die Aus­sa­ge der Bild­un­ter­schrift daher tat­säch­lich nicht zur Dis­kus­si­on.

Was war zuerst da?
Hen­ne oder Ei? Rehab oder Pro­mi­nenz?

Ein Dro­gen­ent­zug ist, das jeden­falls ist aus der Sen­dung ersicht­lich, ein ähn­lich unan­ge­neh­mer Weg zur Berühmt­heit wie die bis­lang füh­ren­de Metho­de, Inti­mi­tä­ten mit Boris Becker und/oder Die­ter Boh­len aus­zu­tau­schen. Und ob das die anschlie­ßen­de Schmach, in sol­cher­lei Sen­dun­gen auf­tre­ten zu dür­fen, aus­gleicht, wage ich nicht zu beur­tei­len.

Letzt­end­lich aber kom­men, wie so oft, die wich­ti­gen Din­ge nicht zur Spra­che.
Was bedeu­tet schon kur­zer Ruhm, gemes­sen an der Ewig­keit?

(Ande­rer­seits: was weiß das poten­zi­el­le Publi­kum des von mir geschol­te­nen Sen­ders von der Ewig­keit, wenn doch jede flüch­ti­ge Lieb­schaft den Stem­pel 4ever, also „vür immer“, auf­ge­drückt bekommt, was dann, je nach Situa­ti­on, um von weni­gen Tagen bis zu meh­re­ren Jah­ren sein Ver­falls­da­tum zu ver­schie­ben weiß?)

Das war jetzt viel­leicht etwas zu phi­lo­so­phisch.