Meine Firefox-Erweiterung OpenDownload² erfreut sich stetiger Beliebtheit. Die Benutzerbewertungen befinden sie überwiegend für essenziell, und es sei unbegreiflich, warum so eine Funktionalität nicht schon längst Teil von Firefox selbst sei. So weit der Eigenlob.
Eine Funktion, die viele Benutzer jedoch vermissten, war es, den Standard-Downloadpfad anzupassen. OpenDownload² speichert auszuführende Dateien üblicherweise in <temp>/mozOpenDownload, aber viele Benutzer würden gern ein anderes Verzeichnis wählen. Nun hat das einen großen Nachteil: OpenDownload² ist eine ziemlich reinliche Erweiterung. Dateien, die älter als einen Tag sind, werden bei jedem Klick auf “Ausführen” automatisch entfernt. Was passiert, wenn man zum Beispiel den Desktop als Downloadordner festlegt, ist der Fantasie des Lesers überlassen.
Ich könnte diese Aufräumroutine optional machen, aber auch dann müsste der Benutzer diese Option verstehen und aktivieren — menschliches Versagen auch weiterhin nicht ausgeschlossen. Auch das “Sperren” “wichtiger” Verzeichnisse kommt eher nicht in Frage, da diese von System zu System variieren. Mit OpenDownload² 3.3.0 — veröffentlicht vor kurzem und bereits durch Version 3.3.1 abgelöst — bin ich einen Kompromiss eingegangen: Es ist nun nicht mehr nur möglich, sondern auch zielführend, unter about:config die Zeichenkette extensions.openDownload2.downloadPath anzulegen, die den gewünschten Downloadpfad angibt.
Warum so umständlich? Nun, about:config warnt den Benutzer beim ersten Aufruf, dass alles, was er hier ändert, nachhaltigen Schaden anrichten kann:
Ein Konfigurationsdialog ist schnell gedankenlos ausgefüllt. Wer aber diesen Umweg in Kauf nimmt, der sollte wissen, was er tut — davon gehe ich zumindest aus. “Falsche” Pfade funktionieren zumindest nicht. Das Vorhandensein des Pfades wird von OpenDownload² überprüft.
Und wie entkommt man der Aufräumroutine? Tja, gar nicht. OpenDownload² ist kein Ersatz für einen Downloadmanager oder den normalen “Speichern”-Knopf von Firefox. Wer eine auszuführende Datei dauerhaft behalten möchte, der sollte sie auf der Festplatte speichern und manuell ausführen — das ist nur wenig mehr Aufwand. Alternativ berichtete ich im Dezember 2011 über DropIt, das Dateien stapelweise in vorgegebene Ordner verschieben kann. Als Linux- und BSD-Nutzer schreibt man sich für so etwas vermutlich eher ein Shellscript.
Zu beachten ist, dass das Verschieben natürlich erst nach dem Ausführen durchgeführt werden sollte, da OpenDownload² sonst die Datei nicht mehr finden kann und eventuell unschöne Fehlermeldungen ausgibt.
Weitere Anregungen sind willkommen.



Noch eine Erweiterung, um den Brower zumüllen. Der Öffnen-mit-Dialog ist vorhanden, jedenfalls unter Linux. Und für einen Doppel- oder Rechtsklick zum Ausführen reichen meine Kräfte allemal aus.
Unter Linux gibt es keinen “Ausführen”-Knopf. Opera hat ihn übrigens. Aber ich dachte, gerade du würdest gern weniger klicken müssen.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Ich klicke da, wo es sinnvoll ist und mir übermäßige Arbeit erspart. Das ist vorliegend nicht der Fall. Das ist eben der Unterschied zwischen Linuxern und Euch Microsuckern: Linuxer wissen, worauf es ankommt.
Ich werde dich daran erinnern, wenn du wieder ein GUI für irgendeine triviale Aufgabe suchst.