In den Nachrichten
Schärfer als die Realität

Ich rolle mich inner­lich lachend auf dem Par­kett herum, wenn ich fol­gende Mel­dung lese:

Weil ein Ober­stab­s­feld­webel bei der Präsen­ta­tion eines pro­fes­sionellen Schießsim­u­la­tors ins Schwär­men geri­et und das Sys­tem laut ein­er Zeitung “bess­er als jede Playsta­tion” fand, hagelt es nun Kri­tik von Eltern­ver­bän­den und Lan­despoli­tik­ern.

(…)

Nach Angaben der Zeitung trainieren Sol­dat­en in dem com­put­era­n­imierten Kino mit Elek­trowaf­fen für den Ein­satz in Afghanistan. Die Eltern kri­tisieren laut dem Bericht, dass sie ver­sucht­en, ihre Kinder von Baller­spie­len fernzuhal­ten, und dann passiere in der Kaserne so etwas.

Ich fasse das mal zusam­men:

  • Eine Schulk­lasse besucht eine Kaserne.
  • In dieser Kaserne befind­en sich Sol­dat­en.
  • Diese Sol­dat­en wer­den dazu aus­ge­bildet, im Zweifels­fall gezielt Men­schen zu ermor­den, gern auch mehrere auf ein­mal.
  • Die Eltern hal­ten es für unver­ant­wortlich, wenn ihre Kinder in dieser doch eigentlich so harm­losen und lehrre­ichen Umge­bung mit Schießsim­u­la­toren kon­fron­tiert wer­den.

Kich­er aber auch:

“Ich halte es für päd­a­gogisch nicht vertret­bar, wenn Her­anwach­senden ein solch­er Schießsim­u­la­tor vorge­führt wird”, sagte (…) Ekke­hard Klug.

Da wollen die Päd­a­gogen nur das Beste für ihre Schüt­zlinge, und dann wer­den sie in ein­er Kaserne unver­hofft mit Gewalt und Schießereien kon­fron­tiert. Frech­heit, das.