Der niedersächsischen Stadt Braunschweig gehörten und gehören viele Persönlichkeiten an, deren Existenz auf unterschiedliche Weise bereichernd war und ist. Eine dieser Persönlichkeiten ist Muhamed Ciftci, ein dem Salafismus gegenüber offener Islamprediger.
Dieser Prediger betreibt seit 2007 eine religiöse Lehranstalt, in der zuletzt bis zu 300 Schüler eingeschrieben gewesen sein sollen. Im Internet ist selbige zurzeit noch unter islamschule.de erreichbar.
Im Herbst des vergangenen Jahres nun, so schreiben Tessa Ranzau und Katrin Teschner in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, sei diese Islamschule von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht darum gebeten worden, einen Antrag für eine Genehmigung für Fernunterricht einzureichen, der bis dahin nicht eingegangen war. In der vergangenen Woche wurde dieser derweil eingegangene Antrag nun abgelehnt, da sowohl Muhamed Ciftci als auch seine Islamschule zur Radikalisierung der Schüler beitrügen und die vertretenen Gewalt verharmlosenden, christen- und judenfeindlichen Thesen nicht mit den Grundregeln dieser Gesellschaft vereinbar seien. Der Ablehnungsbescheid verpflichtet Herrn Ciftci nun dazu, von dem Anbieten von Fernlehrgängen künftig Abstand zu nehmen.
Muhamed Ciftci selbst äußerte sich hierzu wie folgt:
Wir sind keine Schule, jeder kann sich im Internet unsere Videos anschauen. (…) Offenbar war das Ziel von Anfang an, die Islamschule zu verbieten.
Wir lernen zweierlei:
Erstens: Die Islamschule, die unter islamschule.de beworben wird, ist auch dann keine Islamschule, sondern ein Videoportal, wenn sie einen Antrag einreicht, die Rechte einer Schule wahrnehmen zu dürfen.
Zweitens: Wenn eine staatliche Stelle einem radikalislamischen Prediger, der keine Schule betreiben will, verbietet, eine Schule zu betreiben, ist das das Ergebnis einer fiesen, womöglich antiislamischen Verschwörung und nicht etwa angemessen.
(Klar: In einer Glühbirne ist ja auch keine Birne drin, also muss in einer Islamschule auch keine Schule drin sein.)
“I see dumb people.”
– Jim Davis, c/o “Harsh Times”

Jehova! Jehova!