Soeben rauschte folgende Werbung für “Bubble Tea” an mir vorüber:
Einmal ganz abgesehen davon, dass mich die merkwürdige Hintergrundbeschallung an den Gooshers-Tanz erinnert, wüsste ich wirklich gern, welche Klientel mit einem solchen Video angelockt werden soll. Da 15-jährige Mädchen, die sich ja normalerweise jeden süßlichen Mist (Red Bull, Erdbeersekt, Vla) in hinter die Binde kippen, normalerweise noch nicht zu viel LSD nehmen und sich somit mit dem blöde rumhüpfenden Asiatischstämmigen (“McTi”, welch amüsanter Scherz — noch lustiger wäre es freilich gewesen, die Produzenten hätten stattdessen Mr. T, Ice‑T oder gleich beide angeworben) noch nicht identifizieren können, fallen sie schon mal aus.
“Bubble Tea”, was ist das eigentlich? Nun, der Sprecher beschreibt es ja: “Lecker Tee mit Fruchtbubbles”, ich palme mein face. Die Wikipedia weiß mehr:
In den 1990er Jahren wurde Bubble Tea zu einem Trendgetränk in Asien und in Kalifornien, von wo aus sich der Trend in den ganzen USA verbreitete.
Ah, ein taiwanesisches Trendgetränk, das in den USA total toll gefunden wird und deswegen zwei Jahrzehnte später unbedingt auch hier breitgetreten werden muss. Besondere Eigenschaften? Süß, klebrig, giftig.
Bubble Tea wird von Ernährungsexperten wegen seines hohen Zuckergehalts kritisiert (0,4 Liter enthalten 600 bis 1000 kcal).
Macht ja nix — Gesundheit und Maße deutscher Kinder entsprechen noch zu wenig US-amerikanischen Standards, da muss man etwas ändern.
“Bubble Tea, Bubble Tea, Bubble Tea!”
Darauf erst mal einen Grappa.

Bubble Tea macht mich gaaaanz glücklich. Super Toll! Okay Tänzer, zeigt mir ganz verrückt vor Glück!
Spitze.