Die deutsche Sprache hat manchen anderen Sprachen voraus, dass man sich in ihr beliebig präzise ausdrücken kann. Eine Eigenschaft, die damit einhergeht, ist eine gewisse Notwendigkeit, Betonung und Interpunktion nicht nach Belieben zu verwenden, sondern sinnvoll einzusetzen. (Das beliebte Beispiel “komm wir essen Opa” sollte jedem meiner Leser ebenso bekannt sein wie zumindest der Titel des Buches “Jetzt koch ich, Mama!” und was mitunter daraus wird.)
Dass nicht nur die blöde Kommasetzung aus manchem Satz eine ulkige Anekdote werden lässt, sondern das Schriftdeutsch mangels Betonungszeichen auch gelegentlich auftretende Homonyme, die in der Umgangssprache längst eine Selbstverständlichkeit sind, zu Verständnisfallen macht, ist seltsamerweise nicht oft Gegenstand sprachtheoretischer Blog- oder Zeitungsartikel. Dabei sind die Beispiele zahlreich. Erwähntes “komm wir essen Opa” ließe sich statt mit zwei Kommata auch mit einer einfachen Betonung unmissverständlich präzisieren. Die (mitunter ewig-)gestrige “Braunschweiger Zeitung” hat ein weiteres Beispiel gefunden:
Sprecher anderer Sprachen haben da nichts zu lachen; das altgriechische “sie wollen erhalten/beibehalten” (σώζοιεν) etwa ist mit “sie wollen bekommen” (λαμβάνοιεν) nicht identisch, wobei die alten Griechen für “ein Brandzeichen bekommen” wahrscheinlich wiederum ein eigenes Wort benutzt hätten, somit ist die Analogie lediglich als Erklärung zu verstehen.
Davon einmal abgesehen: Dieser Wunsch ließe sich sicherlich erfüllen. Hat jemand Vorschläge für ein Motiv?
Eine Piratenflagge böte sich an.


Ich wäre für ein Hakenkreuz.
Oh, wie unkorrekt. Gefällt mir.
Tribar auf die Oberlippe!
Warum gerade dorthin?