Menschen, die aufhören, ins Internet zu schreiben, weil eine seit Jahrzehnten peinliche ehemalige „Suchmaschine“ sie nicht mehr wiederfinden möchte, sagen damit über den Zustand des Internets ja auch wieder mehr aus als nötig, doch lösen sie damit das falsche Problem.
Es gibt Gründe, warum Menschen für die Suchmaschine Kagi Geld bezahlen (oder überhaupt etwas anderes benutzen). Das ist einer davon.


Als es bei Google mit dem SEO unerträglich wurde bin ich zu Ixquick gewechselt, von dort zu Startpage. Niemals käme ich auf die irrationale Idee, für eine Suchmaschine Geld zu bezahlen.
Startpage ist – wie Google – werbefinanziert. Kann man wollen, muss man nicht.
Es sind eher Beiträge wie diese, die mich dazu bewogen haben, aufzuhören. Denn so, wie du das hier schilderst, entspricht das nicht den Tatsachen. Das ist nicht der Hauptgrund, warum ich meinen Blog schließe. Ich habe schlichtweg keine Lust mehr zum Bloggen. Und Glückwunsch zu deiner alternativen Suchmaschine. Dann gehörst du zu den 0,1 % die das nutzen. Dem entgegensteht Google mit 90 % Marktanteil. Viel Erfolg.
Immer noch 90 Prozent? Das ist ein bisschen erschreckend. Aber es ist bemerkenswert, dass es anscheinend Menschen gibt, die Suchmaschinen nach Marktanteilen aussuchen. Ich weiß nicht – ich hab‘ ja lieber eine, die auch mal was findet (z.B. dein Blog). Ich bin davon überzeugt, da mache ich jetzt einen großen Fehler und bestimmt hat das irgendeinen Nachteil für mich. Ich werde vielleicht davon erzählen, wenn ich den mal finde.
Ich nutze seit jeher alternative Suchmaschinen. Das mache ich, das machst du und vielleicht machen das noch einige andere. Aber über 90 % tun das halt nicht. Die sind mit dem zufrieden, was ihnen Google oder eine KI präsentiert. Und selbst wenn du da in der Zusammenfassung auftauchst, wird dein Blog trotzdem kaum jemand besuchen.
Aber wie ich schon schrieb, ist das nicht der Grund, warum ich mit dem Bloggen aufhöre.
Das ist in Ordnung für mich. Ich mache das hier ja als Ventil und nicht zum Stärken meiner Marke oder so. (Als hätte ich eine Marke.)
Einer deiner betonend größer geschriebenen Punkte war: „Wer landet hier schon über eine Suchmaschine und kommentiert Beiträge?“ (Ich, abgesehen vom Kommentieren. Aber der Kommentarbereich ist hier einer der Gründe, warum ich immer noch bei WordPress feststecke, abgesehen von diversen Arbeiten im Hintergrund, um das irgendwann mal zu ändern.) „(…) Warum brauche ich ein Blog mit Kommentarsystem, wenn kaum noch Besucher kommen.“ (Deine Antwort ist gar nicht, weil du anscheinend eine andere Herangehensweise ans Insinternetschreiben hast als ich und das ist in Ordnung für mich.)
Von einem Hauptgrund habe ich übrigens nichts geschrieben.
Vielleicht habe ich das in meinem Artikel nicht gut genug verdeutlicht, so dass man das Gefühl haben kann, ich höre nur wegen der Auffindbarkeit auf. Das ist aber nicht der Fall. Ich habe in meinem Leben wirklich sehr viele Blogs betrieben. Ursprünglich komme ich aus der Mailbox- und später Forenszene. Mir ging es tatsächlich immer nur um den Spaß. Zahlen haben mich nie interessiert. Ich nutze auch keine Statistiktools. Wenn ich dann doch mal etwas wissen will, schaue ich ins Logprotokoll.
Mir ist einfach der Spaß abhanden gekommen. Ich hänge eher im Fediverse rum, betreibe etwas Microblogging, und damit fühle ich mich ganz wohl.
Das ergibt Sinn.
Ich mach‘ ja alles (Foren, Usenet, Mikroblogging und halt das hier), und alles davon erfüllt für mich einen anderen Zweck. Seitenlange Prosa, wie ich sie manchmal schreibe, passt halt nur bedingt auf Mastodon. (Und ist danach auch nicht mehr ganz so einfach wiederzufinden.)
„volunteer your data only after knowing its incentives align with yours. The more you tell your assistant, the better it can help you“
Tolle Wurst. Nach Jahren von Suchmaschinen, in denen die besten Ergebnisse „anonym“ (unterschiedliche HW & SW, unterschiedliche IP etc, teilweise über snapshot vm), nun ‚personalisiert‘ mit einer Datenschleuder und dafür noch Münzen springen lassen, um ‚massgeschneiderte‘ Ergebnisse zu bekommen.
Ja, völlig bescheuert. Zumal „maßgeschneiderte“ Ergebnisse ein zweischneidiges Schwert sind: Ich hab‘ gern den Komfort der „Gewichtung“ bei Kagi (anheften, blockieren, paar Stufen dazwischen), aber ich würde es gar nicht so gut finden, bei jeder Suche nur ähnliche Ergebnisse wie bisher zu finden – weil ich eigentlich jedes Mal was anderes suche.
Gehört hier thematisch zwar nicht hin, aber ich fand’s trotzdem interessant/krass. (Zur Not löschen.)
https://www.wired.com/story/mcdonalds-built-a-515-page-dossier-on-me-it-says-ill-never-leave/?utm_source=chatgpt.com
Ich sollte echt häufiger mein Publikum beschimpfen.
Naim! Isch abe ganz norrmall gefunde in die Twittre! Isch nix wisse dass von Krüppel-AI komme tut! Isch schwör!