Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Aus Kalifornien kommt Ester Kärkkäinen (typisch kalifornischer Name), deren einigermaßen kaputtes Musikprojekt „Himukalt“ des Öfteren klaustrophobische Alben voller Titten rausbringt. Ich weiß das zu schätzen. Darüber möchte ich aber heute nichts Weiteres schreiben.
Stattdessen möchte ich mich über Gitarren freuen. Von denen gibt es auf „Tundra Rock“, dem 2024 erschienenen und noch aktuellen Studioalbum von Slomosa (TIDAL, Bandcamp, Amazon.de), so einige. Slomosa ist ein norwegisches Quartett, das – nun – Tundrarock spielt, was der bandeigene Name für eine Art von Stoner Rock zumindest inspirierter Rockmusik mit den stilüblichen fuzzverzerrten Gitarrenwalzen ist. Gesungen wird zwischendurch, und das gar nicht mal so schlecht und immerhin auf Englisch, im Vordergrund steht aber (für jedenfalls mich) die tadellose Instrumentalarbeit. Ich höre hier und da Black Sabbath hervorblitzen und bin damit nicht allein. Slomosa gehen ab und manchmal brauch’ ich das.
Dass sie auch leise „können“, stellen die Musiker zwischenzeitlich („Good Mourning“) zwar unter Beweis, entscheiden sich dann aber doch dagegen. Hübsche Scheibe für Tage, an denen man es laut und herb braucht. Tage wie heute.



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