NetzfundstückeMusikkritik
Liegengebliebenes vom 13. März 2025

Bek­loppte Frage der Woche: Sind Unternehmen ohne Google Ana­lyt­ics noch hand­lungs­fähig?


Exk­lu­sivre­portage enthüllt: Nichts passiert.


Reli­gions­frei­heit in Griechen­land existiert nicht.


Ein erfreulich­es Album mit erfreulichem Titel­stück ist Jethro Tulls diesjähriges „Curi­ous Rumi­nant“. Jethro Tull haben vor über 50 Jahren wirk­lich feine Musik aufgenom­men, daran anzuknüpfen ist nicht allen ihrer Wegge­fährten gegeben. Wirk­lich erfreulich.


Finde ich gut: „Zurzeit brüten die Min­is­ter­präsi­den­ten über ein­er Änderung des Medi­en­staatsver­trags. Darin soll der ÖRR zur stärk­eren Abbil­dung von Rand­sportarten und Kul­tur, der Ein­set­zung eines Medi­en­rates und dem Stre­ichen von Radio­pro­gram­men verpflichtet wer­den.“ Vorschlag zu Let­zterem: Alle.


Finde ich blöd: Cloud­flare, ein „Dienst“, dessen regelmäßige Aus­fälle unge­fähr ein Drit­tel des öffentlichen Webs, das Cloud­flare nutzt, um sich gegen Aus­fälle zu schützen, nicht erre­ich­bar wer­den lassen, block­iert neuerd­ings anscheinend Web­brows­er, die nicht Chrome sind. Ich bin gewil­lt, das als fea­ture zu betra­cht­en: Wer so doof ist, Cloud­flare­di­en­ste einzuset­zen, dessen Texte will ich auch gar nicht lesen müssen. (via)

Senfecke:

  1. Exklu­siv­re­por­ta­ge ent­hüllt: Nichts pas­siert.

    Ein gutes Gege­nar­gu­ment find­et man in den Kom­mentaren:

    So funk­tion­ieren Tar­ifver­hand­lun­gen. Die Gew­erkschaften habe eine Forderung auf den Tisch gelegt und sagen “Alle Räder ste­hen still, wenn dein stark­er Arm es will.” Die Arbeit­ge­ber leg­en entwed­er ein eigenes Gege­nange­bot vor oder, wie heute oft, ein­fach gar nichts. Dann müssen die Gew­erkschaften beweisen, dass sie es ernst meinen und tat­säch­lich in der Lage sind die Räder still ste­hen zu lassen.
    Für die Bürg­er ist wichtig, dass in der Presse über bei­de Ver­tragspart­ner berichtet wird. Ganz beson­ders wichtig ist die Infor­ma­tion warum solche Warn­streiks stat­tfind­en und ob die Gew­erkschaften über­haupt fähig sind einen Arbeit­skampf zu führen. Die öffentliche Mei­n­ung ist dur­chaus wichtig, ger­ade wenn es darum geht dass mit öffentlichen Arbeit­ge­bern ver­han­delt wird.
    Am Ende wer­den die Arbeit­ge­ber gezwun­gen ein Ange­bot vorzule­gen und in Ver­hand­lun­gen wird man zu einem Kom­pro­miss find­en. Umfassende Berichter­stat­tung kön­nte dabei helfen dass man schneller ver­han­delt und weniger lange unter Warn­streiks zu lei­den hat. Ver­han­delt wird ja schon mehrere Monate und wenn die Arbeit­ge­ber rechtzeit­ig Ange­bote vorgelegt hät­ten, wäre man eventuell schon fer­tig.

  2. Viele self­hoster wür­den ihre dns-Ein­träge lieber woan­ders pfle­gen und gerne z.B. zu Quad9 wech­seln, aber wo find­et man einen Ersatz für den Cloud­flare-Proxy, der die heimis­chen ips ver­schleiert und dabei gün­stig bzw. sog­ar kosten­los ist?

    • Ich set­ze im LAN den Tech­ni­tium-DNS-Serv­er ein. Der fragt direkt bei den Root­servern nach und ist somit von Zen­surbe­stre­bun­gen, die auch Quad9 mit­tler­weile tre­f­fen, unbeein­druckt.

      Zum Ver­schleiern von IPs empfehle ich Mul­l­vad.

      • Nein, ich meine etwas anderes. Du hast zuhause einen Serv­er mit mehreren virtuellen Maschi­nen ste­hen und willst auf diese per fqdn aus dem Inter­net zugreifen. Das Prob­lem dabei: Dein Router bekommt eine ip vom Provider, die meinetwe­gen täglich oder alle paar Tage wech­selt. Wie stellst du es an, dass nie­mand niemals nicht diese ip zu sehen bekommt?
        Ich habe das nur bei Cloud­flare gefun­den, näm­lich den kleinen Schal­ter ‘Proxy’ in der dns-Ver­wal­tung.
        Und nein — Ich rede auch nicht vom Cloud­flare-Tun­nel, der wieder andere Prob­leme aufreißt, son­dern nur vom Proxy.
        Natür­lich kann ich einen wire­guard-Tun­nel zwis­chen einem gemieteten V‑Server und dem Home-Serv­er her­stellen, aber dann exponiere ich die ip des V‑Servers, was ich eben­falls nicht möchte.

        • Ach so. Nun, ganz ohne IP-Veröf­fentlichung funk­tion­iert das Inter­net halt nicht. Was du öffentlich erre­ichen willst, muss auch eine öffentlich ein­se­hbare IP-Adresse haben. Isso. Das ist aber erst mal kein Risiko, das größer wäre als das des Sich-auf-Cloud­flare-Ver­lassens. (Ob man jet­zt eine IP-Adresse oder eine Domain zu hack­en ver­sucht, ist dem Angreifer ja erst mal bums.)

          • Doch, es ist ein größeres Risiko: Man kann z.B. deinen zuhaue gehosteten Blog per ver­hält­nis­mäßig geringem Aufwand mit einem DDOS-Angriff lahm­le­gen. Mit Cloud­flare passiert das nicht.

            • Alter, ich habe schon Ahnung von dem Zeug — Du musst dir jet­zt auch nichts aus den Rip­pen leiern. Es hätte ja sein kön­nen, dass du in dem Zusam­men­hang eine Idee hast, von der ich noch nichts gele­sen habe.
              Peace!

              • Bei allem Respekt, den ich ger­ade auf­brin­gen kann: Wer 1) zu Hause ein Blog hostet, ohne 2) geeignete DDoS-Schutz­maß­nah­men zu tre­f­fen, weil er 3) glaubt, dafür bräuchte er drin­gend die “Dien­ste” eines Scheißkonz­erns, der mehr Prob­leme auf- als zumacht, der sollte weniger mit sein­er Ahnung prahlen.

                • Es ist let­zten Endes eine Geld­frage. Nicht jed­er kann machen, was er gerne machen würde.

  3. Ach du heilige Scheiße. Ich hab mal wieder keine Ahnung von gar nichts. Ist aber nicht schlimm, kom­men­tieren kann ich trotz­dem. Die selb­stver­schuldete Unmündigkeit, sie lebe hoch!

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