Es ist Montag. Ein Fußballberichterstatter sprach neulich für eine ARD-Sendung, er fühle sich „sehr rückrundig“. Das Problem kenne ich. Ich sollte mehr Sport treiben. In Uelzen derweil gibt es neuerdings „Müllsünder“. Keine Sorge: Drei Vaterunser und zwei Avemaria und damit sollte das beglichen sein. Ist ja nur Sprache. (Apropos Sprache.)
Die Marketingzuständigen für die JavaScript-Laufzeitumgebung Deno witzeln, Deno sei ebenso „sicher wie Browser“. Dass das das Problem zutreffend beschreibt, aber die falsche Lösung anbietet, würde in die Aufzählungen wahrscheinlich nicht reinpassen. Müsste man ja erklären. („Sicher wie Browser“ übrigens auch.)
Ein anderer gruseliger Satz: „Die EU wirft Russland und dessen Verbündeten Belarus vor, Migranten zu instrumentalisieren und sie gezielt an den Grenzen von EU-Ländern wie Polen und Finnland auszusetzen.“ Als wären’s Hunde. (Bzw.: Polizei! Nehmen Sie den Migranten runter!) Ein ausnahmsweise kluger Hinweis steht derweil bei ZEIT ONLINE (Archivversion): „Wer immer Femizid sagt, macht es sich zu leicht“.
Ulkige Geschäftsidee: Telekolleg auf Pornhub (Archivversion). Soll ja keiner sagen, da lerne man nichts. Auch sonst ist die US-amerikanische Digitalszene immer wieder für eine Überraschung gut: Die kommende FOSDEM wird bestreikt, damit ein neureicher Depp dort nicht reden möge. Mein Problem mit der Cryptowährungsnervensäge Jack Dorsey, bekannt für die zweimalige Erfindung und Gründung eines schlecht konzipierten und/oder umgesetzten sozialen Netzwerks („Twitter“ und „Bluesky“), ist ja jetzt weniger, dass sie viel Geld hat, aber jeder möge seine eigenen Prioritäten setzen.
Meine eigene Priorität liegt auf: Musik.
Guten Morgen.

