Webseitensperren, so heißt es immer wieder, sollen “nur dann” im “Kampf gegen Kinderpornografie” verwendet werden, wenn ein Löschen nicht ohne größeren Aufwand umzusetzen wäre, wie auch immer man diesen Aufwand definiert.
Nun hat sich ein dänischer Zugangsanbieter einmal analytisch mit der ihm aufgetragenen Sperrliste befasst und das Ergebnis publiziert:
Abgesehen davon, dass fast die Hälfte der Websites offline ist, kommt das Zeug zu über 97% aus den USA, Westeuropa und Kanada.
Elf Webseiten kommen aus Deutschland. Sollte auf diesen tatsächlich Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern befinden, muss man sich schon fragen warum die deutschen Ermittlungsbehörden das dulden. Denn angeblich stehen sie ja in der Zwischenzeit in gutem Kontakt mit den Dänen. Wenn dort andere Inhalte zu finden sind, muss man sich fragen, warum diese auf der Sperrliste stehen …
(Weil man sich ja dieser Tage ohnehin fragt, welches Süppchen uns als nächstes kredenzt wird, und darob die Reste vom Vortag vergisst, und weil man den Vortag dann eigentlich auch lieber vergessen würde, aber er sich jedes Mal aufdringlich ins Blickfeld schiebt, als wüsste er nicht genau, dass man satt ist und ihn satt hat. Die Vögel brüllen eine liebliche Ode dazu.)

…politische Stellungnahmen jetzt sogar mit Ausweis.
Klar — auf einen Scan werde ich jedoch verzichten.